Stockerau gewinnt Auftaktkrimi bei GKL, Tulln setzt sich in Korneuburg durch
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Am Sonntag wurde der 1. Spieltag der WHA MEISTERLIGA 2026/27 mit den beiden ausständigen Partien abgeschlossen: GKL Krems-Langenlois unterlag dem neuformierten UHC Müllner Bau Stockerau nach einem hochspannenden Krimi knapp mit 29:30 und die Union Korneuburg Damen mussten sich nach ausgeglichener erster Halbzeit letztlich deutlich mit 26:35 gegen UHC Gartenstadt Tulln geschlagen geben. |
WHA MEISTERLIGA GKL Krems-Langenlois – UHC Müllner Bau Stockerau 29:30 (19:18) Neuformierter Stockerau-Kader gewinnt hochspannenden Auftaktkrimi Der UHC Müllner Bau Stockerau ist nach seinem großen Kaderumbruch mit einem knappen 30:29-Auswärtserfolg bei GKL Krems-Langenlois in die Saison gestartet – und das in einem Spiel, das bis zur letzten Sekunde offen blieb. GKL erwischte den besseren Start und ging mit einer 19:18-Führung in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel drehte Stockerau die Partie schrittweise, ehe sich beide Teams in der Schlussphase mehrere Führungswechsel lieferten. Erst in der letzten Spielminute setzte sich Stockerau mit einem Siebenmeter-Treffer von Diana Michálková entscheidend ab, ehe GKL nur noch den Endstand von 29:30 herstellen konnte. Bei den Gästen zeigten gleich mehrere der zehn Neuzugänge eine starke erste Vorstellung: Noemi Kovacs kam auf neun Treffer, Diana Michálková steuerte sieben Tore bei – sechs davon per Siebenmeter. Auf Seiten von GKL war Naomi Provin mit acht Treffern beste Werferin, Paula Aschauer und Sanne Dijkstra kamen auf jeweils sechs Tore. Dieter Ripper, Trainer GKL Krems - Langenlois: „Grundsätzlich haben wir über 60 Minuten ein gutes Spiel gemacht, es war wirklich von beiden Teams ein starker Fight. Gescheitert sind wir letztendlich an unserer schlechten Chancenauswertung, allein drei Versuche aufs leere Tor gingen daneben. Statt dass wir uns absetzten hätten können sind wir dadurch in Rückstand geraten. Wir haben eben einfach nicht getroffen. Stockerau hat das dann auch stark gemacht und ist mit einer sehr robusten Deckung aufgetreten. Die Chance auf Punkte war jedenfalls da und so ist es am Ende eine bittere Niederlage. Mit dem tollen Publikum im Rücken müssen wir noch abgeklärter werden.“ Lara Augeser, Co-Trainerin UHC Müller Bau Stockerau: “Seit der letzten Saison hat unser Team einen sehr großen Umbau erlebt. Wir haben nicht weniger als neun neue Spielerinnen. Die Nervosität war daher in der ersten Halbzeit entsprechend groß. Nach anfänglichen Abstimmungsproblemen haben wir uns aber gut gefangen. Danach haben wir bis zum Ende zu kämpfen gehabt, aber gewonnen. Es war eine wirklich super Stimmung in der Halle, auch durch unsere mitgereisten Fans. Nach einem engen Spiel gegen die GKL haben wir heute zwei wichtige Punkt geholt." Union Korneuburg Damen – UHC Gartenstadt Tulln 26:35 (15:15) Tulln dreht ausgeglichene Partie nach der Pause und setzt sich am Ende klar durch Die Union Korneuburg Damen haben dem favorisierten UHC Gartenstadt Tulln lange einen packenden Kampf geliefert, ehe die Gäste sich schlussendlich mit 35:26 durchsetzen konnten. Die erste Halbzeit war von mehreren Führungswechseln geprägt: Korneuburg legte mit 6:3 vor, Tulln kämpfte sich zurück und ging zwischenzeitlich sogar selbst in Front (14:15), ehe die Gastgeberinnen mit dem letzten Angriff vor der Pause noch zum 15:15-Ausgleich trafen. Den besseren Start in Durchgang zwei erwischte jedoch Tulln: Mit einem 4:0-Lauf setzten sich die Gäste auf 15:19 ab und ließen sich das Spiel in der Folge nicht mehr nehmen. Zwar kam Korneuburg zwischenzeitlich noch einmal auf drei Tore heran, Tulln beantwortete jede Annäherung aber postwendend und baute den Vorsprung bis zum Schlussabschnitt auf bis zu neun Tore aus, ehe es beim 26:35 blieb. Beste Werferin der Partie war Laura Schmid mit zehn Treffern für Korneuburg – fünf davon per Siebenmeter –, gefolgt von Manuela Brunner mit sechs Toren. Bei Tulln erzielte Emma Flaskár sieben Tore, Chiara Sieber kam auf sechs und Sandra Zeitelberger auf fünf Treffer. Gerald Pojmann, Obmann Union Korneuburg Damen: „Wir haben das Spiel von Beginn an dominiert. Obwohl wir eigentlich als Underdog in die Partie gegangen sind, waren wir klar die bessere Mannschaft – sowohl defensiv als auch offensiv haben wir verdient geführt, teilweise mit bis zu drei Toren Vorsprung. Erst kurz vor Schluss der ersten Halbzeit konnte Tulln zum Unentschieden ausgleichen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir die ersten paar Minuten verschlafen, was es Tulln erlaubt hat, sich auf sieben Tore abzusetzen. Obwohl unser Team sehr jung ist, haben wir nicht aufgesteckt, sondern tapfer weitergekämpft und den Rückstand am Ende halten können. Tulln geht zwar als verdienter Sieger vom Platz, aber wir sind sehr stolz auf diese junge Mannschaft, die gegen einen Titelaspiranten mehr als mitgehalten hat." Flo Hössl, Trainer, UHC Gartenstadt Tulln: "Es war das erwartete, kämpferische Spiel. In der ersten Halbzeit haben wir nicht wirklich in unser Spiel gefunden und haben dann auch leider unzählige Strafen kassiert – das hat uns das Leben noch einmal ein bisschen schwerer gemacht. In der zweiten Halbzeit konnten wir dann die Art von Handball spielen, wie ich mir das vorstelle: sehr offensiv und aggressiv in der Deckung, mit einigen Ballgewinnen. Wir haben Korneuburg zu technischen Fehlern gezwungen und konnten vor allem unser Tempospiel sehr souverän aufziehen – da sind uns viele Tore in der ersten Welle gelungen. So konnten wir das Spiel nach 15:15 zur Halbzeit am Ende noch mit Plus 9 für uns entscheiden. In der ersten Halbzeit gibt es aber sicher noch Dinge, an denen wir arbeiten müssen – wir sind als Mannschaft noch ein bisschen neu zusammengewürfelt und haben in ein paar Situationen noch Probleme, die wir besser lösen müssen. Die zweite Halbzeit hat aber schon sehr viel Zuversicht für die Saison gezeigt, und ich glaube, dass wir auf einem guten Weg sind. Es wird sicher noch ein bisschen brauchen, aber die Mädels sind sehr motiviert und haben sich letztendlich hochverdient belohnt – darauf bin ich sehr stolz, vor allem über die Moral, die wir gezeigt haben. Es war sehr cool, und damit haben wir die ersten zwei Punkte der Saison eingefahren. Nächste Woche geht es weiter, wir wissen, woran wir arbeiten müssen und gegen die Füchse wollen wir zwei gute Halbzeiten abliefern." |


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