St. Pölten schreibt erstmals an & GKL mit neuer Auswärtsstärke - HIB Handball Graz dreht Krimi bei Perchtoldsdorf
Der 7. Spieltag der WHA MEISTERLIGA 2026/27 hatte es in sich: Union St. Pölten Frauen feierten gegen die roomz JAGS WVB mit 25:22 den ersten Saisonsieg, die MGA Fivers bejubelten beim 33:17 gegen die Union Korneuburg Damen den ersten Heimsieg der Saison, und Hypo Niederösterreich blieb mit einem 40:27 gegen UHC Müllner Bau Stockerau auch nach sieben Spielen als einziges Team ungeschlagen. Dazu entschied GKL Krems-Langenlois ein torreiches Spiel bei Blau-Weiß Feldkirch erst in der letzten Spielminute für sich und die BT Füchse Style your Smile retteten einen knappen Erfolg bei UHC Eggenburg über die Zeit. In der WHA CHALLENGE wurde am Samstag ebenfalls gespielt: Im Verfolgerduell setzte sich die HIB Handball Graz bei den Perchtoldsdorf Devils im Fotofinish mit 29:28 durch, die SG TV Gleisdorf/HC Weiz ließ dem UHC Graz beim deutlichen 40:24 keine Chance und die MGA Fivers 2 behielten bei einem engen Schlussabschnitt beim UHC Storch Gänserndorf mit 29:27 die Oberhand. |
WHA MEISTERLIGA Blau-Weiß Feldkirch – GKL Krems-Langenlois 30:33 (16:17) Von der Heim- zur Auswärtsmacht: GKL gewinnt auch das dritte Auswärtsspiel Ein offensives Spektakel mit insgesamt 63 Treffern entschied sich erst in der letzten Spielminute: Blau-Weiß Feldkirch kämpfte sich von einem 27:30-Rückstand noch einmal heran und verkürzte durch einen verwandelten Siebenmeter von Diana Kiss rund drei Minuten vor Schluss auf 30:31. GKL Krems-Langenlois ließ sich davon aber nicht beirren – Bianca Wallechner stellte den Zwei-Tore-Abstand postwendend wieder her, ehe Kiss einen zweiten Siebenmeter in der Schlussminute liegen ließ und Wallechner mit dem allerletzten Wurf der Partie zum 33:30-Endstand aus GKL-Sicht traf. Für GKL Krems-Langenlois ist es bereits der dritte Auswärtssieg im dritten Auswärtsspiel dieser Saison. Eine interessante Veränderung zur Vorsaison: Da hat GKL vor allem zu Hause gepunktet und auswärts nur selten. Blau-Weiß Feldkirch bleibt nach der knappen Niederlage bei 4 Punkten. Beste Werferin bei Feldkirch war Maria Adina Ghidoarca mit 9 Treffern, dahinter folgte Diana Kiss mit 7 Toren (davon 2 Siebenmeter). Bei GKL war Bianca Wallechner mit 9 Treffern beste Werferin, gefolgt von Naomi Provin mit 8 Toren. Julia Marte, Blau-Weiß Feldkirch: „Wir hatten jetzt nach langer Zeit wieder mal ein Heimspiel, und es war ganz gut, dass wir auch als Team gut zusammengefunden haben – wir haben richtig gut zusammengespielt. Die erste Halbzeit war auch richtig gut, wir haben schöne Kontertore gemacht und schön gespielt. Gegen Ende ist dann leider nicht mehr so viel passiert, nur ein paar Würfe wurden verworfen, und darum haben wir es am Ende leider nicht ganz geschafft – es war ein knappes Spiel. Wir hatten eine richtig volle Halle mit richtig viel Stimmung, das war mal wieder richtig gut. Leider hat es trotzdem nicht für die zwei Punkte gereicht. Wir freuen uns aber schon auf das Spiel gegen Korneuburg nächste Woche, wieder ein Heimspiel, und wollen da noch einmal zeigen, was wir können.” Union St. Pölten Frauen – roomz JAGS WVB 25:22 (11:11) Heimsieg gegen die JAGS: St. Pölten schreibt erstmals an Die Union St. Pölten Frauen lagen nach knapp sechs Minuten bereits mit 0:4 im Rückstand, kämpften sich aber kontinuierlich heran und gingen mit einem ausgeglichenen 11:11 in die Kabine. Die Partie blieb auch im zweiten Durchgang über weite Strecken auf Augenhöhe, ehe die Gastgeberinnen in der Schlussphase mit einem Lauf den entscheidenden Vorsprung herausschossen und den ersten Saisonsieg bejubeln durften. Anna Gwis war mit herausragenden 10 Treffern – alle sechs ihrer Siebenmeter verwandelte sie dabei – die überragende Werferin der Partie und zentral am wichtigen ersten Saisonsieg beteiligt. Die JAGS, bei denen Melanie Krautwaschl und Anna Petrovics mit je 6 Toren beste Werferinnen waren, kassierten die fünfte Saisonniederlage und bleiben auf Rang 8. Anna Gwis, Union St. Pölten Frauen: „Wir haben in den letzten Spielen schon gezeigt, dass wir uns als Mannschaft weiterentwickeln und der Trend klar nach oben geht. Umso schöner ist es, dass wir uns heute endlich für unsere Leistungen belohnen konnten. Auch nach dem schwierigen Start haben wir zusammengehalten, bis zum Schluss gekämpft und uns diesen Sieg gemeinsam erarbeitet.“ Gioia Kreiker, roomz JAGS WVB: "Wir müssen aus unseren Fehlern lernen und weitermachen." Hypo Niederösterreich – UHC Müllner Bau Stockerau 40:27 (21:16) Deutlicher Heimsieg: Hypo bleibt auch gegen Stockerau makellos Hypo Niederösterreich ließ gegen UHC Müllner Bau Stockerau von Beginn an keine Zweifel am Favoritenstatus aufkommen und führte bereits zur Halbzeit deutlich mit 21:16. Auch im zweiten Durchgang blieb die Mannschaft konsequent am Drücker und zog bis zum Ende immer weiter davon. Mit dem 40:27-Heimsieg bleibt Hypo auch nach sieben Spielen als einziges Team der Liga ungeschlagen und führt die Tabelle mit 14 Punkten und einer Tordifferenz von +105 an. Martina Maticevic war mit 10 Treffern beste Werferin der Partie, bei Stockerau erzielte Noemi Kovacs 7 Tore (davon vier Siebenmeter). Alla Matuschkowitz, Trainerin Hypo Niederösterreich: Unser Match gegen Stockerau war in der Deckung heute nicht so gut. Wir haben viele unkonzentrierte Fehler gemacht. Auch die Torfrauleistung könnte besser sein. In der zweiten Halbzeit war es besser, aber noch nicht auf dem Niveau, das ich erwarte. Im Angriff haben wir in der ersten Halbzeit noch zu viele Chancen verworfen, auch das wurde in der zweiten Halbzeit besser. Insgesamt ist es super, dass wir gewonnen haben, aber als Trainerin war ich heute dennoch nicht ganz zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft." Carina Gangl, UHC Müllner Bau Stockerau: "Wir haben es in der ersten Halbzeit phasenweise gut geschafft das Besprochene umzusetzen, leider aber den Start in die zweite Halbzeit verschlafen. In der Deckung waren zu viele Lücken und im Angriff fehlten die Ideen. Jetzt müssen wir das Gute aus dem Spiel mitnehmen und weiter an unseren Schwächen arbeiten, um nächste Woche im Derby wieder zwei Punkte zu erkämpfen." UHC Eggenburg – BT Füchse Style your Smile 28:29 (13:15) Füchsinnen retten knappen Vorsprung gegen mutiges Eggenburg über die Zeit Der UHC Eggenburg lieferte den favorisierten Füchsinnen einen hartnäckigen Fight und lag im Spielverlauf praktisch nie mit mehr als zwei, drei Toren zurück. Zur Halbzeit führten die Füchsinnen knapp mit 15:13, in der Schlussphase kam Eggenburg sogar noch einmal bis auf einen Treffer heran, ehe Elisabeth Lajmis mit ihrem vierten Tor den knappen 29:28-Auswärtssieg sicherte. Bei den Füchsinnen war Carina Peintinger mit 7 Treffern beste Werferin, dahinter folgten Anna Thurner und Ivana Nikolic mit je 5 Toren. Bei Eggenburg erzielte Marietta Gyetko 6 Tore – die Niederösterreicherinnen bleiben trotz der couragierten Leistung bei 2 Punkten. Elisabeth Hauser, UHC Eggenburg: „Wir haben anfangs gegen die Füchse nicht ganz so gut ins Spiel gefunden, sind aber im Laufe des Spiels immer wieder an sie herangekommen. Sie konnten dann aber unsere Fehler ausnutzen, um schnell wieder davonzuziehen. In der Schlussphase hatten wir dann ein bisschen Unglück, haben uns aber noch einmal reingekämpft und konnten die Füchse noch einmal ärgern. Leider hat es am Ende aber knapp nicht gereicht.“ Carina Peintinger, BT Füchse Style your Smile: „Das war ein turbulentes Spiel. Wir haben unsere Leistung nicht so konsequent durchgezogen, wie wir das vorgehabt haben – Eggenburg ist uns immer wieder an die Fersen gekommen durch unsere eigenen Fehler. Im Angriff hätten wir den Ball einfach öfter und schneller weiterspielen müssen. Aber am Ende haben wir Gott sei Dank trotzdem zwei Punkte mitgenommen.“ MGA Fivers – Union Korneuburg Damen 33:17 (16:11) Die MGA bejubeln gegen Korneuburg den ersten Heimsieg der Saison Die MGA Fivers legten gegen die Union Korneuburg Damen von Beginn an los und führten bereits nach elf Minuten mit 5:3, ehe sie sich bis zur Halbzeit auf 16:11 absetzten. Im zweiten Durchgang bauten die Gastgeberinnen den Vorsprung konsequent weiter aus und feierten am Ende einen deutlichen 33:17-Erfolg – den ersten Heimsieg der MGA in dieser Saison. Leonie Neunteufel war mit 7 Treffern beste Werferin, dahinter folgte Iva Momcilovic mit 5 Toren. Die Union Korneuburg Damen, bei denen Sarah Pojmann mit 5 Treffern beste Werferin war, kassierten die siebente Niederlage im siebenten Saisonspiel und bleiben als einziges Team der Liga ohne Punktgewinn. Ivica Belas, Trainer MGA Fivers: "Wir haben heute unsere Pflicht erfüllt, also mit zwei Punkten einen Sieg gefeiert. Wir freuen uns auf die nächste Aufgabe." Patrick Schadl, Trainer Union Korneuburg Damen: „In der ersten Halbzeit konnten wir noch ein bisschen entgegenhalten, aber vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir uns schwer getan, unser Spiel zu spielen. Wir haben sehr viele Eigenfehler gemacht – zu Beginn haben wir noch eigentlich ganz okay in der Deckung gespielt, aber durch die vielen Rotationen, mit denen wir einzelne Spielerinnen etwas schonen wollten, haben wir dann auch viele Fehler gehabt. Aber: Es ist eigentlich nichts passiert, weil die MGA der klare Favorit war. Für uns geht es jetzt in den nächsten Spielen weiter, da wollen wir unbedingt punkten.” WHA CHALLENGE
SG TV Gleisdorf/HC Weiz - UHC Graz 40:24 (21:11) Die SG TV Gleisdorf/HC Weiz setzte im steirischen Duell mit dem UHC Graz von Beginn an ein Ausrufezeichen und zog bereits zur Halbzeit auf 21:11 davon. Im zweiten Durchgang verwalteten die Gastgeberinnen den Vorsprung souverän und bauten ihn bis zum 40:24-Endstand weiter aus. Überragende Werferin des Abends war Viktoria Winter mit zwölf Treffern, dazu kam Bright Laeticia Wagner mit zehn Toren. Beim UHC Graz konnte Viktoria Augustin mit sechs Treffern die höchste Saisonniederlage nicht verhindern. Nach den beiden Vorsaison-Siegen des UHC Graz gegen Gleisdorf/Weiz dreht sich der direkte Vergleich damit deutlich. Barbara Kober, SG TV Gleisdorf/HC Weiz: "Wir nehmen zwei wichtige Punkte mit aus dem Steirerderby. Durch eine konsquente gute Deckungsleistung und konzentrierte Abschlüsse konnten wir bereits in der 1. Halbzeit den Grundstein für den Sieg legen. In der zweiten Halbzeit schafften wir es unsere Leistungen trotz einiger unkonzentrierten Phasen zu halten und konnten somit den 1. Sieg gegen UHC Graz in der WHA CHALLENGE holen." Perchtoldsdorf Devils - HIB Handball Graz 28:29 (12:15) Das Verfolgerinnenduell zwischen den Perchtoldsdorf Devils und der HIB Handball Graz hielt, was die Tabelle versprach: Die Devils legten früh durch Nela Brunner und Lola Mausz vor und führten zwischenzeitlich mit 6:5, gingen aber mit einem 12:15-Rückstand in die Kabine. Im zweiten Durchgang drehte Perchtoldsdorf die Partie zurück und glich mehrfach aus, zuletzt zum 27:27 durch Anna Sophie Wolf – ehe die Grazerinnen in der Schlussphase die Nerven behielten. Nach dem zwischenzeitlichen 28:28 war es Alexandra Trutschnig, die acht Sekunden vor der Schlusssirene zum 28:29-Endstand traf. Beste Werferin der Devils war Nela Brunner mit acht Treffern, auf Grazer Seite war Karoline Küffer mit sieben Toren am erfolgreichsten. Damit bleibt die HIB Handball Graz im direkten Vergleich mit Perchtoldsdorf weiter ungeschlagen – wenn auch diesmal nur mit einem Tor Unterschied, deutlich knapper als die beiden klaren Siege der Vorsaison. Nina Wildhack, Perchtoldsdorf Devils: "Es war bis zur letzten Sekunde ein extrem spannendes Match. Beide Mannschaften haben wahnsinnig gut gekämpft. Es ist sehr schade, dass es am Schluss nicht für uns gereicht hat aber es hat uns gezeigt wozu wir als Team fähig sind." Fabian Kastner, HIB Handball Graz: "Ein Arbeitssieg der gezeigt hat, dass wir als Mannschaft mitten in der Entwicklung sind. Wir werden weiterhin Fehler machen und daraus lernen. Der Weg ist für uns in dieser Saison klar das Ziel. Wir können uns auf diesen beiden Punkten nicht ausruhen, denn kommende Woche wartet das nächste Steirerderby auf uns." UHC Storch Gänserndorf - MGA Fivers 2 27:29 (13:13) Beim UHC Storch Gänserndorf gegen die MGA Fivers 2 blieb es über weite Strecken ein enges Match: Nach einem offenen ersten Durchgang stand es zur Pause 13:13, und auch danach wechselte die Führung mehrfach. Die Fivers setzten sich in der Schlussphase auf 20:24 ab, Gänserndorf kämpfte sich durch Katharina Prager zweimal bis auf einen Treffer heran, ehe Daniela Weber mit dem 27:29 den Auswärtserfolg der Fivers sicherte. Beste Werferin der Partie war Magdalena Prager mit sieben Toren für Gänserndorf, bei den Fivers verteilten sich die Treffer breit auf Konstanze Kaschnig, Magdalena Plattner, Rebecca Paul und Rita Wernert mit je vier Toren. Lea Koncsek, UHC Storch Gänserndorf: "Die Deckungsarbeit war heute grundsätzlich ganz gut. Leider haben wir im Angriff unsere Würfe nicht so verwerten können, genauso wie unsere 7-Meter. Die Fans haben jedoch tolle Stimmung gemacht. Stimmung war da, Defense war da - jetzt müssen wir einfach in unserem Angriff noch arbeiten." Almira Turanovic, MGA Fivers 2: "Wir hatten kein leichtes Spiel. Die Fans von unseren Gegnerinnen waren sehr stark dabei, doch am Schluss konnten wir uns den Sieg holen." |




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