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Wer schafft es ins Finale?

  • vor 1 Tag
  • 4 Min. Lesezeit

Die Entscheidungen um den Einzug ins Finale der WHA MEISTERLIGA stehen bevor – und die Ausgangslagen könnten kaum unterschiedlicher sein. Hypo Niederösterreich hat sich mit dem klaren 32:20-Auswärtssieg bei den MGA Fivers bereits eine hervorragende Position erarbeitet und möchte den nächsten Finaleinzug souverän absichern. Deutlich offener bleibt hingegen das zweite Halbfinale: MADx WAT Atzgersdorf reist mit einem knappen 25:23-Vorsprung ins Rückspiel gegen den UHC Gartenstadt Tulln. Damit ist in dieser Serie weiterhin alles möglich. Während Atzgersdorf den historischen Grunddurchgang nun mit dem Finaleinzug veredeln möchte, hofft Tulln noch auf die Wende. 


Das Halbfinale wird im Europacup-Format mit Hin- und Rückspiel entschieden. Ausschlaggebend sind zunächst die erzielten Punkte aus beiden Begegnungen, danach die Gesamtdifferenz. Sollte danach weiterhin Gleichstand herrschen, fällt die Entscheidung im Siebenmeterwerfen.


Im Finale wartet anschließend ein anderes System: Gespielt wird im „Best of Three“-Modus. Jede Partie muss dabei einen Sieger hervorbringen. Endet ein Spiel nach 60 Minuten unentschieden, folgen Verlängerungen und falls nötig ein Siebenmeterwerfen. Meister ist jenes Team, das zuerst zwei Finalspiele für sich entscheidet. Besonders interessant: Seit Einführung dieses Playoff-Formats in der Saison 2020/21 standen sich im Finale immer MADx WAT Atzgersdorf und Hypo Niederösterreich gegenüber. Genau diese Serie könnte heuer erstmals enden.


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HALBFINALE 1

 

MADx WAT Atzgersdorf - UHC Gartenstadt Tulln

MADx WAT Atzgersdorf geht mit einem knappen Vorsprung ins Rückspiel des Halbfinales gegen den UHC Gartenstadt Tulln. Nach dem 25:23-Erfolg im ersten Duell haben die Wienerinnen zwar leicht die besseren Karten, entschieden ist diese Serie im Europacup-Modus allerdings noch lange nicht. So hat es auch Tulln-Trainer Flo Hössl im ORF-Interview nach dem Spiel gesehen. Für ihn ist Tulln gewissermaßen zur Halbzeit mit zwei Toren im Rückstand und so etwas lässt sich in 60 verbleibenden Minuten aufholen.


Das erste Aufeinandertreffen hat bereits gezeigt, wie eng diese beiden Teams aktuell beieinander liegen. Tulln präsentierte sich vor eigenem Publikum äußerst kämpferisch, hielt das Spiel über die gesamte Distanz offen und ließ Atzgersdorf nie wirklich davonziehen. Vor allem defensiv stemmten sich die Niederösterreicherinnen immer wieder erfolgreich gegen die Wienerinnen.


Atzgersdorf wiederum nutzte seine starke Phase vor allem rund um die Pause, um sich den kleinen Vorsprung für das Rückspiel zu sichern. Mit Tempo, individueller Qualität und einer starken Nicole Ivkic im Tor schafften es die Wienerinnen immer wieder, wichtige Tullner Ausgleichschancen zu verhindern.

Die Ausgangslage verspricht damit ein intensives und spannendes Rückspiel, in dem beide Teams weiterhin realistische Chancen auf den Finaleinzug besitzen.


Lea Kofler, Spielerin MADx WAT Atzgersdorf: "Das Wichtigste ist jetzt, dass wir uns gut regenerieren und das Spiel in Ruhe analysieren, um zu sehen, was wir noch besser machen können und wo wir vielleicht auch ein paar Dinge nicht optimal gelöst haben. Am Sonntag müssen wir auf jeden Fall darauf achten, unsere Chancenauswertung zu verbessern und bei den Abschlüssen noch konzentrierter zu sein. Ich finde, wir haben am Donnerstag grundsätzlich sehr brav gespielt, vor allem auch in der Deckung. Im Angriff haben wir die Torfrau allerdings ein wenig „abgeschossen“ - das müssen wir beim 2. Spiel unbedingt anders machen. Am Sonntag müssen wir mit voller Motivation ins Spiel gehen und alles geben. Dann bin ich sehr zuversichtlich, dass wir den Einzug ins Finale schaffen!"


Sandra Hart, Spielerin UHC Gartenstadt Tulln: "Im ersten Halbfinalspiel gegen WAT Atzgersdorf leider mit zwei Toren geschlagen geben müssen. Trotzdem können wir unglaublich stolz auf unsere Leistung sein. Wir haben stark gekämpft, sind sehr kompakt in der Deckung gestanden und waren immer wieder ganz nah am Ausgleich. Es war definitiv mehr drin und wir haben gezeigt, dass es absolut möglich ist, Atzgersdorf zu schlagen. Jetzt freuen wir uns auf das Rückspiel am Sonntag. Wenn wir dort diese paar Prozent mehr geben, ein paar Fehler weniger machen und unsere Chancen noch konsequenter verwerten, dann steht dem Finaleinzug nichts im Wege."

 

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HALBFINALE 2

 

Hypo Niederösterreich - MGA Fivers

Hypo Niederösterreich hat sich mit dem deutlichen 32:20-Auswärtssieg im ersten Halbfinalspiel bei den MGA Fivers eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel in der Südstadt erarbeitet. Die Serienmeisterinnen kontrollierten das erste Duell über weite Strecken klar und verschafften sich damit einen komfortablen Vorsprung im Kampf um den Finaleinzug.


Für die MGA Fivers ist die Aufgabe vor dem zweiten Spiel nun denkbar schwierig geworden. Die Wienerinnen müssten auswärts mit zwölf Toren Unterschied gewinnen, um die Halbfinalserie noch drehen zu können. Nach der klaren Niederlage im Hinspiel wollen die Fivers im Rückspiel allerdings ein anderes Gesicht zeigen und deutlich besser dagegenhalten als zuletzt in der Hollgasse.


Hypo wiederum möchte den Vorsprung souverän verwalten und den nächsten Finaleinzug fixieren. Seit Einführung des aktuellen Playoff-Modus stand Hypo jedes Jahr im Finale. Genau dort wollen die Niederösterreicherinnen nun auch heuer wieder hin. 


Ferenc Kovacs, Trainer Hypo Niederösterreich: „Wir müssen auch im Rückspiel konzentriert spielen. Im Handball ist alles möglich – wenn man nicht mit voller Motivation auftritt, pusht das den Gegner zusätzlich. Ein paar Fehlwürfe oder technische Fehler können schnell eine Dynamik entstehen lassen. Dafür gibt es genügend Beispiele. Unser Ziel ist klar: Wir wollen ins Finale kommen, und dafür müssen wir die gleiche Einstellung wie im ersten Spiel zeigen.“


Ivica Belas, Trainer MGA Fivers: "Für uns geht es am Sonntag mehr um die Ehre als um den Finaleinzug. Nach unserer sehr schwachen Leistung im ersten Halbfinale wollen wir es für uns und unsere Fans besser machen und zum Saisonabschluss noch ein gutes Spiel abliefern." 

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Termin-Ausblick auf das Finale der WHA MEISTERLIGA

 

Auch die Termine für das Finale der WHA MEISTERLIGA stehen bereits fest. 

Spiel 1: Sieger HF vs. Sieger HF | 28. Mai 2026 | 18:00 | Live bei ORF SPORT+

Spiel 2: Sieger HF vs. Sieger HF | 31. Mai 2026 | 18:00 | Live bei ORF SPORT+

 

Spiel 3 (falls nötig): Sieger HF Vs. Sieger HF | 04. Juni 2026 | 20:35 | Live bei ORF SPORT+


Die nach dem WHA-Grunddurchgang besser platzierte Mannschaft hat im ersten Spiel der Finalserie Heimrecht, sowie in einem möglichen dritten Spiel.

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