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Qualifiziert für die Olympischen-Spiele in Paris - Maja Svetik im Interview

Hallo Maja, es ist toll, dich hier für ein Interview auf dem WHA-Blog zu haben. Wie geht es dir?

Hallo, mir geht es wirklich gut, danke. Es ist mir eine Freude, dein Gast zu sein.


Du bist zu Beginn dieser Saison vom Champions-League-Verein Krim Ljubljana zu den BT-Füchsen Style your Smile in die Obersteiermark gewechselt. Wie kam es dazu?

Ich war drei Jahre lang Teil von Krim und bin dankbar für jede Minute, die ich dort verbracht habe. Ich bin dankbar für all das Wissen und die Erfahrungen, die ich dort gesammelt habe. In der Champions League zu spielen, ist wirklich eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde. Aber auf einem solchen Niveau zu spielen, hat seine Vor- und Nachteile. In meiner letzten Saison bei Krim spielte mein Partner bereits für die BT-Füchse, und aufgrund der Entfernung, der Spiele in ganz Europa und des wirklich strikten Zeitplanes, haben wir uns kaum gesehen. Deshalb haben wir beschlossen, dass ich dem BT-Füchse-Team beitrete. Zu diesem Zeitpunkt brauchte ich wirklich sowohl mentale als auch körperliche Entlastung. Ich bereue die Entscheidung wirklich nicht, denn das Team, die Trainer und diese schöne Stadt, haben mich wirklich gut aufgenommen und ich fühle mich hier sehr wohl.


Mit den BT-Füchsen liegst du einen Spieltag vor Saisonende auf dem achten Platz in der Tabelle. Ist das zufriedenstellend?

Ich denke, das ist eine realistische Situation, wenn man diese Saison betrachtet. Wir haben ein wirklich gutes Team, aber leider haben uns von Anfang an Verletzungen begleitet. Vielleicht wäre die Situation in der Tabelle sonst komplett anders, aber das werden wir nie wissen. Verletzungen gehören zum Sport dazu, wir mussten uns anpassen und weiterkämpfen. Ich bin glücklich, dass der Fortschritt des Teams sichtbar ist, und das gibt mir die größte Zufriedenheit.


Du hast deine gesamte Handballkarriere in Slowenien gespielt. Was ist für dich der größte Unterschied zwischen dem österreichischen und dem slowenischen Handball?

Das ist eine schwierige Frage (lacht). Ich denke, der Handball in Slowenien wurde lange Zeit auf einem höheren Niveau eingestuft, aber ich denke, es wird immer ausgeglichener. In beiden Ligen steht das praktisch unbesiegbare Team an erster Stelle (Krim in Slowenien und Hypo in Österreich), gefolgt von Teams, die um die Spitzenplätze kämpfen. Ich denke, der Handball in Slowenien ist momentan noch ein wenig höher einzuordnen, aber wie ich sehe, ist auch die Arbeit mit den jüngeren Generationen in Österreich sehr gut. Ich hoffe, dass dies so weitergeht und dass der Handball in Österreich im Laufe der Jahre auch immer weiter wächst.


Nicht nur im Verein warst du in Slowenien sehr erfolgreich, sondern du bist auch Teil der slowenischen Nationalmannschaft, mit der du dich kürzlich für die Olympischen-Spiele in Paris qualifiziert hast. Wie habt ihr das geschafft?

Das ist wahr und ich bin glücklich, seit mehreren Jahren Teil dieses Teams zu sein. Ich bin wirklich stolz auf das Team und alles, was wir im Laufe der Jahre erreicht haben. Wir hatten jahrelang das Ziel, die Olympischen-Spielen zu erreichen. Dieser Traum ist nun wahr geworden und das ist wirklich unglaublich. Die Qualifikation dafür war wirklich hart, sowohl mental als auch physisch. Wir haben das erste Spiel gegen Deutschland verloren, aber trotzdem weiter daran geglaubt. Am nächsten Tag haben wir Paraguay geschlagen und am Ende war es das Spiel gegen Montenegro, welches wir gewinnen mussten. Wir gingen wirklich motiviert in dieses Spiel und für uns alle kam nichts anderes als ein Sieg in Frage. Ich bin wirklich extrem glücklich und stolz darauf, dass mein Team und ich das geschafft haben.


Was ist dein Ziel für die Olympischen Spiele?

Nach der Qualifikation sind das Team und ich noch motivierter und haben daraus auch viel Selbstvertrauen geschöpft. Wir sind in eine wirklich schwere Gruppe geraten, aber unabhängig davon sind unsere Ziele hoch. Wir werden von Spiel zu Spiel gehen, unser Bestes geben und bis zum Ende kämpfen. Ich hoffe, dass wir es schaffen, in die zweite Phase des Wettbewerbs zu kommen und dort die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.


Aber nun zurück in die WHA Meisterliga. Wenn du auf deine erste Saison in Österreich zurückblickst, was war dein Highlight?

Wenn ich auf die Saison zurückblicke, bin ich wirklich froh über den Fortschritt, den das Team gemacht hat. Anfangs war es etwas schwieriger, wegen all der Verletzungen, aber trotzdem haben wir es geschafft, einige gute Spiele zu spielen und tolle Siege zu feiern. Ich bin froh, weil das Team mich wirklich gut aufgenommen hat und mir geholfen hat, mich in der neuen Umgebung gut einzuleben.


Wie sieht dein Leben außerhalb der österreichischen Sporthallen aus?

Neben meinem Training helfe ich oft im Verein bei Trainings der jüngeren Generationen, außerdem verbringe ich viel Zeit im Fitnessstudio, was wohl noch an meiner Zeit in Krim liegt, wo ich gelernt habe, wie Profisport richtig funktioniert. Ansonsten verbringe ich gerne Zeit in der Natur, erkunde die Schönheit Österreichs und verbringe gute Zeit mit Freunden.




Das Interview wurde von Vanessa Magg geführt.

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