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GKL gewinnt in letzter Sekunde, Tulln dreht nach der Pause auf - Dornbirn siegt im Spitzenduell gegen HIB

vor 10 Minuten
8 Min. Lesezeit

Der 4. Spieltag der WHA MEISTERLIGA 2026/27 ist komplett und hat für einige Verschiebungen im Tabellenmittelfeld gesorgt. Für den größten Aufreger sorgten die BT Füchse Style your Smile, die bis dahin ungeschlagen waren und GKL Krems-Langenlois erst mit dem allerletzten Angriff der Partie unterlagen. Deutlich ungefährdeter verlief der Nachmittag für den UHC Müllner Bau Stockerau, der mit einem 39:19-Kantersieg gegen den weiterhin punktelosen UHC Eggenburg auf Rang zwei der Tabelle vorzog. Der UHC Gartenstadt Tulln setzte sich im TV-Duell auf ORF SPORT+ knapp gegen die MGA durch, Blau-Weiß Feldkirch gewann bei Union St. Pölten, und die JAGS feierten bei der Union Korneuburg Damen einen klaren Auswärtssieg.


Am Samstag wurden auch die ersten beiden Partien des 3. Spieltags der WHA CHALLENGE 2026/27 ausgetragen: Im Topspiel zwischen den bis dahin ungeschlagenen Teams setzte sich der SSV Dornbirn Schoren nach furiosem Schlussspurt bei der HIB Handball Graz durch und bleibt damit als einziges Team ohne Punkteverlust, während die SG TV Gleisdorf/HC Weiz nach zähem Kampf gegen SK Konstant Traun die Oberhand behielt.


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WHA MEISTERLIGA


BT Füchse Style your Smile – GKL Krems-Langenlois 32:33 (12:15)

Dramatisches Finale: GKL verspielt beinahe den Sieg und trifft doch noch mit der Schlusssirene


Was für ein Spiel: Die BT Füchse Style your Smile mussten gegen GKL Krems-Langenlois die erste Saisonniederlage hinnehmen – nach einem Krimi, der bis zur allerletzten Sekunde offen blieb. GKL erwischte den besseren Start und zog durch eine starke Anfangsphase schnell auf 1:4 davon, ehe sich die Füchsinnen zurückkämpften und zwischenzeitlich sogar ausglichen (5:5). Die Gäste beantworteten das jedoch prompt und gingen mit einer 12:15-Führung in die Kabine. 


Auch im zweiten Durchgang blieb GKL meist mit zwei bis vier Toren voran, ehe die Füchsinnen rund um die 40. Minute mit einem starken Lauf – angeführt von Anamarija Boras und einer überragenden Ivana Nikolic – bis auf 20:21 herankamen. GKL konterte und baute den Vorsprung noch einmal auf drei, vier Tore aus, doch die Füchse gaben nicht auf: In einer dramatischen Schlussphase glichen sie mit dem allerletzten Angriff durch Ivana Nikolic in der 60. Minute noch zum 32:32 aus – ehe GKL im direkten Gegenzug, mit dem letzten Ballbesitz der Partie, durch Naomi Provin doch noch den 33:32-Siegtreffer erzielte - pünktlich zur Schlusssirene!


Für die BT Füchse, die bis dahin makellos unterwegs waren, ist es die erste Niederlage der Saison – die Mannschaft bleibt mit 6 Punkten aber weiter im Spitzenfeld, gleichauf mit MADx WAT Atzgersdorf. GKL Krems-Langenlois feiert dagegen den zweiten Saisonsieg und schiebt sich mit 4 Punkten in die obere Tabellenhälfte vor.


Beste Werferin der Partie war Ivana Nikolic mit 13 Treffern (3/4 Siebenmeter) für die Füchse, Melina Marie Schweiger kam auf sechs (3/3 Siebenmeter), Anamarija Boras ebenfalls auf sechs Tore. Bei GKL war Paula Aschauer mit acht Treffern erfolgreichste Werferin, Siegtorschützin Naomi Provin kam auf vier Tore, Sanne Dijkstra auf drei.


Jana Grgic, BT Füchse Style your Smile: "Es war leider nicht die Leistung, die wir uns erhofft haben. Wir wissen aber genau, wo unsere Fehler lagen und woran wir arbeiten müssen. Beim nächsten Spiel werden wir es besser machen und aus unseren Fehlern lernen. Ab jetzt heißt es Kopf hoch und weiterkämpfen! Wir dürfen uns von diesem Spiel nicht runterziehen lassen."


UHC Gartenstadt Tulln – MGA Fivers 24:22 (12:15)

Tulln dreht nach der Pause das Spiel und hält die MGA im Schlussspurt auf Distanz

Der UHC Gartenstadt Tulln hat sein Heimspiel gegen die MGA nach einem umkämpften Spiel für sich entschieden. Die MGA Fivers erwischten den besseren Start und gingen mit einer 12:15-Führung in die Kabine, ehe Tulln im zweiten Durchgang konsequent zurückkam: Angeführt von Matea Baric und Hannah Ginsthofer glich die Mannschaft zunächst aus (15:15) und ging anschließend erstmals in Führung. Die MGA ließen jedoch nicht locker und glichen in der Schlussphase noch einmal zum 20:20 aus, ehe Tulln im direkten Gegenzug die entscheidenden Treffer setzte und den knappen 24:22-Heimsieg über die Zeit brachte. Tulln bleibt damit mit 6 Punkten im Spitzenfeld der Liga, während die MGA nach dem Remis gegen Stockerau und dem Erfolg bei Union St. Pölten nun die zweite Saisonniederlage kassierten.


Die besten Werferinnen der Partie waren Matea Baric und Hannah Ginsthofer mit jeweils sechs Treffern für Tulln, Ginsthofer verwandelte dabei beide Siebenmeter, Chiara Sieber kam auf vier Tore (ein Siebenmeter). Bei der MGA waren Chiamaka Igwebuike (drei Siebenmeter) und Julia Dechant mit jeweils vier Treffern erfolgreichste Werferinnen, Laura Sekerija erzielte drei Tore (ein Siebenmeter).


Flo Hössl, Trainer UHC Gartenstadt Tulln: „Es war das erwartete, schwere Spiel und der erwartete Deckungskampf beider Mannschaften. Die MGA hat uns mit ihrer sehr kompakten 6-0-Deckung wirklich das Leben schwer gemacht. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir kaum Lösungen gefunden, und dazu kamen leider wieder einige technische Fehler, die absolut unnötig waren – daran müssen wir zwingend arbeiten, damit wir das abstellen. In der ersten Halbzeit haben wir nie wirklich ins Spiel gefunden. In der zweiten Halbzeit konnten wir uns dann mehr auf unser Spiel konzentrieren und klare Wurfsituationen herausspielen. Wir haben das Spiel gedreht und ab der 8., 9., 10. Minute der zweiten Halbzeit die Führung übernommen – und haben sie dann mehr oder weniger souverän über die Zeit gebracht. Es freut uns sehr, dass wir das Spiel gewonnen haben. Das waren heute ganz wichtige zwei Punkte gegen einen sehr ambitionierten Gegner. Dennoch müssen wir uns selbst ein bisschen an der Nase nehmen und versuchen, diese unerzwungenen technischen Fehler abzustellen, weil uns das heute fast wieder zwei Punkte gekostet hätte. Nichtsdestotrotz sind wir zufrieden, dass wir es jetzt gewonnen haben – auch solche Partien zu gewinnen ist ganz wichtig."



Union St. Pölten Frauen – Blau-Weiß Feldkirch 22:25 (10:13)

St. Pölten kämpft sich heran, muss sich am Ende aber erneut geschlagen geben

Die Union St. Pölten Frauen gerieten gegen Blau-Weiß Feldkirch früh in Rückstand und lagen zur Halbzeit mit 10:13 zurück. Im zweiten Durchgang zeigte die Mannschaft um Sina Hahn und Heidi Hofmann aber eine ansprechende Reaktion und glich in der 48. Minute sogar zum 18:18 aus. Feldkirch beantwortete den Ausgleich jedoch prompt und zog in der Schlussphase, angeführt von einer starken Diana Kiss, noch einmal auf drei Tore davon, ehe St. Pölten zwar wieder herankam, den 25:22-Auswärtserfolg der Vorarlbergerinnen aber nicht mehr verhindern konnte. Die Union St. Pölten wartet damit auch nach vier Spieltagen weiterhin auf den ersten Saisonsieg, Feldkirch feiert dagegen den zweiten Erfolg und zieht in der Tabelle auf 4 Punkte vorbei.


Beste Werferin der Partie war Sina Hahn mit sieben Treffern für St. Pölten, Heidi Hofmann kam auf sechs (zwei Siebenmeter), Katrin Betz auf vier Tore. Bei Feldkirch war Diana Kiss mit neun Treffern (drei Siebenmeter) erfolgreichste Werferin, Raphaela Rederer kam auf vier, Chiara Murnig und Maria Adina Ghidoarca auf jeweils drei Tore.


Stephanie Reichl, Union St. Pölten Frauen: „Wir haben heute gezeigt, dass wir uns auch nach einem schwierigen Start zurückkämpfen können. Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir als Team richtig viel Energie auf die Platte gebracht und uns wieder herangearbeitet. Am Ende hat leider nicht viel gefehlt. Auf dieser kämpferischen Leistung können wir aber definitiv aufbauen.“


Leonie Hartl, Blau-Weiß Feldkirch: "Wir sind heute hochmotiviert und mit voller Emotion ins Spiel gestartet und konnten uns gleich einen kleinen Vorsprung erarbeiten. Leider haben wir dann etwas nachgelassen und St. Pölten wieder ins Spiel kommen lassen. Die zweite Halbzeit war dann ein richtig umkämpftes Spiel, in dem wir bis zum Schluss alles gegeben haben. Umso größer ist die Freude, dass wir die wichtigen zwei Punkte mitnehmen können!"



UHC Müllner Bau Stockerau – UHC Eggenburg 39:19 (23:10)

Stockerau lässt dem UHC Eggenburg keine Chance und springt auf Platz zwei

Der UHC Müllner Bau Stockerau hat seinen Höhenflug fortgesetzt und den UHC Eggenburg von der ersten Minute an dominiert: Angeführt von Christina Lovrinovic zog die Mannschaft bereits nach neun Minuten auf 9:2 davon und ging mit einer komfortablen 23:10-Führung in die Kabine. Auch im zweiten Durchgang blieb Eggenburg ohne echte Antwort, Stockerau baute den Vorsprung zwischenzeitlich auf über 20 Tore aus und feierte am Ende einen ungefährdeten 39:19-Erfolg. Mit nun 7 Punkten aus vier Spielen zieht Stockerau damit auf den zweiten Tabellenplatz vor. Für den UHC Eggenburg bleibt es dagegen bei der vierten Niederlage im vierten Saisonspiel – die Mannschaft wartet weiterhin auf die ersten Punkte.


Beste Werferin der Partie war Christina Lovrinovic mit acht Treffern (zwei Siebenmeter) für Stockerau, Dominika Dudas kam auf sieben (zwei Siebenmeter), Noemi Kovacs auf fünf, Lilla Adam auf vier Tore (ein Siebenmeter). Bei Eggenburg war Emma Schlegel mit acht Treffern (ein Siebenmeter) erfolgreichste Werferin, Elisabeth Hauser und Berenika Hasikova kamen auf jeweils drei Tore.


Isabel Bernhard, UHC Müllner Bau Stockerau: „Wir haben natürlich zeigen können, was in uns steckt, ich bin sehr zufrieden. In der Deckung hat eigentlich alles super geklappt, vorne gibt es noch ein bisschen Bedarf, daran zu arbeiten, aber im Großen und Ganzen kann man mit fast 40 Toren schon mal happy sein. Wenn wir die technischen Fehler noch reduzieren, passt es voll. Wir konnten auch wirklich den ganzen Kader gut einsetzen, jeder hat Spielzeit bekommen – und darauf kann man für die nächsten Wochen auf jeden Fall aufbauen."



Union Korneuburg Damen – roomz JAGS WVB 27:39 (13:16)

Die JAGS setzen sich nach engem ersten Durchgang im zweiten Abschnitt klar durch

Die Union Korneuburg Damen lieferten sich mit den JAGS lange ein enges Duell: Nach mehreren Führungswechseln lagen die Gastgeberinnen in der 25. Minute durch Sabrina Grasser sogar kurz mit 12:11 vorne, ehe die JAGS zur Pause mit 13:16 in Front gingen. Im zweiten Durchgang setzten sich die JAGS, angeführt von Viktoria Szücs und Ines Rein Lorenzale, dann zunehmend ab und zogen über weite Strecken deutlich davon, ehe die Union Korneuburg Damen in der Schlussphase noch etwas Boden gutmachten. Am Ende feierten die JAGS einen klaren 39:27-Auswärtserfolg und springen mit 4 Punkten in der Tabelle auf Platz 6. Die Union Korneuburg Damen kassierten dagegen die vierte Niederlage im vierten Saisonspiel und warten weiterhin auf die ersten Punkte.


Beste Werferin der Partie war Viktoria Szücs mit zehn Treffern für die JAGS, Ines Rein Lorenzale, Melanie Krautwaschl und Anna Petrovics kamen auf jeweils fünf Tore. Bei der Union Korneuburg Damen war Sarah Pojmann mit sechs Treffern erfolgreichste Werferin, Hena Gojacic kam auf vier (vier Siebenmeter), Saskia Schaffer ebenfalls auf vier Tore.



Judith Pottenkirchner, roomz JAGS WVB: "Wir sind anfangs nicht gut ins Spiel gekommen und haben nicht unseren gewohnten Rhythmus gefunden.

Nach der Halbzeitpause sind wir immer besser ins Spiel gekommen, haben besser zusammengespielt und sind konsequenter in der Deckung gestanden.

Auch unsere Chancen konnten wir im weiteren Verlauf besser verwerten. Dadurch konnten wir uns im Laufe der zweiten Halbzeit absetzen und einen verdienten Sieg einfahren. Persönlich bin ich sehr glücklich, nach so einer langen Zeit wieder auf dem Feld zu stehen und zu sehen, dass sich die harte Arbeit ausgezahlt hat."


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WHA CHALLENGE

 

HIB Handball Graz - SSV Dornbirn Schoren 22:30 (16:15)

Im erwarteten Topspiel zwischen den beiden bis dahin ungeschlagenen Mannschaften lieferten sich beide Teams zunächst ein enges Duell mit mehreren Führungswechseln – nach frühem Rückstand (1:3) kämpfte sich die HIB Handball Graz zurück und ging mit einer knappen 16:15-Führung in die Kabine. Nach dem Wechsel blieb es zunächst ausgeglichen, ehe der SSV Dornbirn Schoren in der Schlussphase bei zwischenzeitlicher doppelter Unterzahl der Gastgeberinnen einen entscheidenden Lauf auf 22:28 hinlegte und die Partie mit zwei weiteren Treffern von Laura Götze in der Schlussminute zum 30:22-Auswärtssieg drehte. Beste Werferin bei Graz war Karoline Küffer mit 8 Toren (davon 3 Siebenmeter), bei Dornbirn Juliane Grauer mit 9 Treffern.


Fabian Kastner, HIB Handball Graz: "Es war das erwartete heiße Spiel. Wir gratulieren Dornbirn natürlich zum Sieg. Eine tolle erste Hälfte hat gezeigt wozu wir fähig sind. Unsere Tugenden haben uns weit gebracht. Nach der Halbzeit konnte man offensiv  leider nicht da anknüpfen wo man aufgehört hat. 22 Tore waren definitiv zu wenig. Nun  muss man das Spiel analysieren und in der kommenden Trainingswoche an neuen Dingen arbeiten."



SG TV Gleisdorf/HC Weiz - SK Konstant Traun 29:25 (14:14)

Die SG TV Gleisdorf/HC Weiz startete mit einem Lauf auf 7:3, ehe sich SK Konstant Traun mit einer starken Phase bis auf 10:12 absetzte. Die Gastgeberinnen fanden daraufhin zurück ins Spiel, und nach mehreren weiteren Führungswechseln stand zur Pause ein 14:14-Unentschieden. Auch die zweite Hälfte blieb lange eng, ehe sich Gleisdorf/Weiz ab der Spielmitte (21:21) entscheidend absetzte und den 29:25-Heimsieg über die Zeit brachte. Beste Werferin bei Gleisdorf/Weiz war Bright Laeticia Wagner mit 6 Toren (davon 3 Siebenmeter), bei Traun erzielte Verena Klepatsch 9 Treffer (davon 3 Siebenmeter).


Viktoria Winter, SG TV Gleisdorf/HC Weiz: "Nach einem guten Start konnten wir uns zunächst absetzen, ehe wir durch eine schwächere Phase den Gegner wieder ins Spiel kommen ließen und es zwischenzeitlich noch einmal richtig eng wurde. In der Schlussphase haben wir uns dann vor allem durch eine starke Deckungsarbeit und wichtige Paraden wieder stabilisiert und konnten uns entscheidend absetzen. Nach dem intensiven Spiel siegen wir am Ende mit 29:25. Ein Sieg auf den wir weiter aufbauen wollen."


 
 
 

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