Die Fivers besiegen Hypo - Atzgersdorf übernimmt alleinige Tabellenführung!
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Die 21. Runde der WHA MEISTERLIGA brachte reichlich Spannung, ein historisches Ergebnis und wichtige Entscheidungen im Kampf um die Spitzenplätze. Der UHC Müllner Bau Stockerau und die roomz JAGS WVB trennten sich ebenso remis wie der UHC Gartenstadt Tulln und die BT Füchse style your smile. Blau-Weiß Feldkirch gewann das Ländle-Derby beim SSV Dornbirn Schoren und überholte Korneuburg in der Tabelle. MADx WAT Atzgersdorf nutzte wiederum die Schützenhilfe der MGA Fivers, die Hypo Niederösterreich in einem echten Krimi mit 24:23 besiegten, und übernahm damit die alleinige Tabellenführung. Für Hypo war es bereits die dritte Liga-Niederlage der Saison – ein historisch außergewöhnlicher Wert für den Serienmeister. Zum Abschluss feierte GKL Krems-Langenlois gegen die Union St. Pölten Frauen den siebenten Heimsieg der Saison. |
WHA MEISTERLIGA UHC Müllner Bau Stockerau - roomz JAGS WVB Punkteteilung zwischen Stockerau und den JAGS Der UHC Müllner Bau Stockerau und die roomz JAGS WVB trennten sich zum Auftakt der 21. Runde mit einem 27:27-Unentschieden. Damit teilten sich die beiden direkten Tabellennachbarn in einem lange Zeit völlig offenen Niederösterreich-Duell die Punkte. Beide Teams konnten nach dem bereits fixierten Klassenerhalt befreit aufspielen und genau das spiegelte sich auch im Spielverlauf wider. Die Partie begann ausgeglichen, ehe sich die JAGS im Laufe der ersten Halbzeit leichte Vorteile erspielten. Vor allem Anna Petrovics sorgte immer wieder für Gefahr und brachte die Gäste mehrfach in Führung. Stockerau blieb allerdings dran und hielt das Spiel offen. Kurz vor der Pause setzten sich die JAGS noch einmal etwas ab und gingen mit einer 14:12-Führung in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Stockerau drehte die Partie zwischenzeitlich und lag Mitte der zweiten Halbzeit mit drei Toren voran. Doch die JAGS kämpften sich erneut zurück und sorgten für eine spannende Schlussphase. Die Gastgeberinnen legten immer wieder vor, Wiener Neustadt fand jedoch jedes Mal eine Antwort. Besonders dramatisch wurde es in den letzten Minuten: Stockerau ging knapp in Führung, ehe die JAGS kurz vor Schluss zum 27:27 ausglichen. In der letzten Aktion bot sich den Gästen per Siebenmeter sogar noch die Chance auf den Sieg, der Wurf fand allerdings nicht den Weg ins Tor. Damit blieb auch das zweite Saisonduell zwischen den beiden Teams eng umkämpft, nachdem bereits das Hinspiel nur knapp an Stockerau gegangen war. Beste Werferin der Partie war Anna Petrovics mit zehn Treffern für die JAGS. Für Stockerau überzeugten Stefanie Schalko mit acht sowie Diana Michálková mit sieben Toren. UHC Gartenstadt Tulln - BT Füchse style your smile BT Füchse entführen einen Punkt aus Tulln Der UHC Gartenstadt Tulln und die BT Füchse style your smile trennten sich zum Auftakt der 21. Runde mit einem 30:30 (15:14). Damit verpassten die Tullnerinnen die Chance, im Kampf um Platz drei noch einmal Druck auf die MGA Fivers auszuüben. Die Gastgeberinnen erwischten zunächst den besseren Start und erspielten sich zwischenzeitlich eine Vier-Tore-Führung. Vor allem offensiv fand Tulln immer wieder Lösungen und lag Mitte der ersten Halbzeit bereits mit 11:7 voran. Die Füchsinnen kämpften sich allerdings zurück und verkürzten bis zur Pause auf 14:15. Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie spannend. Tulln legte mehrfach vor, doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln. Vor allem Ivana Nikolic hielt die Füchsinnen mit wichtigen Treffern im Spiel. In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die BT Füchse glichen wenige Sekunden vor dem Ende noch zum 30:30 aus. Danach bot sich Tulln per Siebenmeter sogar noch die Chance auf den Sieg, der letzte Wurf fand jedoch nicht den Weg ins Tor. Damit bleibt Tulln im Rennen um Platz drei fix hinter den MGA Fivers. Die BT Füchse wiederum bestätigten mit einer starken Leistung einmal mehr ihre stabile Form im gesicherten Mittelfeld. Beste Werferin der Partie war Ivana Nikolic mit zwölf Toren für die BT Füchse. Für Tulln erzielte Sandra Hart neun Treffer, Nicol Nejedlikova steuerte sieben Tore bei. Flo Hössl, Trainer UHC Gartenstadt Tulln: „In der ersten Hälfte konnten wir mit einer passablen Deckungsleistung und einigen guten Paraden unser Tempospiel aufziehen. Wir haben uns kurz auf vier Tore absetzen können, dann aber leider wieder einige Bälle liegen gelassen und den Füchsen dadurch ein einfacheres Spiel ermöglicht. Die Füchse haben sehr gut gespielt, dazu muss man wirklich gratulieren. Sie haben ihre Chancen eiskalt genutzt und waren vor allem aus der Nahwurfzone sehr gefährlich. Da waren wir in der Deckung nicht konsequent genug. Danach verlief das Spiel sehr ausgeglichen. Wir konnten uns vom Verlust der Führung nie wirklich erholen, lagen aber immer wieder vorne, dann wieder unentschieden – es ging ständig hin und her. Kurz vor Schluss hatten wir mit einem Siebenmeter sogar noch die Möglichkeit, das Spiel zu entscheiden, konnten ihn aber nicht verwerten. Im letzten Angriff gelang den Füchsen dann ebenfalls kein Siegtreffer mehr. Insgesamt war das nicht die Top-Leistung, die wir uns vorgenommen hatten. Deshalb schmerzt das etwas, auch wenn das Unentschieden wahrscheinlich gerecht ist. Damit stehen wir fix auf Platz vier und können daran nichts mehr ändern. Jetzt schauen wir, gegen wen wir im Halbfinale spielen werden. In der nächsten Runde wartet noch ein Heimspiel gegen Feldkirch, das wir als Vorbereitung auf das Halbfinale gut nutzen wollen.“ Melanie Reiter, BT Füchse style your smile: "Wir haben 60 Minuten gekämpft und alles gegeben damit wir uns den einen Punkt holen konnten. Wir waren in der Deckung und im Angriff top motiviert und haben alles dafür gegeben dieses Match zu gewinnen. Leider hat es nur für einen Punkt gereicht aber wir sind trotzdem stolz diesen Punkt mit einen kleinen Kader gewonnen zu haben. Weiters werden wir uns auf das letzte Heimspiel dieser Saison vorbereiten. Wir möchten auch da noch Punkte holen." SSV Dornbirn Schoren - Blau-Weiß Feldkirch Feldkirch gewinnt torreiches Ländle-Derby in Dornbirn Blau-Weiß Feldkirch hat das vorerst letzte Derby gegen den SSV Dornbirn Schoren mit 42:34 (19:19) gewonnen und damit im Rennen um Platz fünf wichtige Punkte eingefahren. Die Gastgeberinnen, deren Abstieg bereits vor der Partie feststand, lieferten sich mit Feldkirch zunächst ein offensives Derby auf Augenhöhe. Dornbirn zeigte vor heimischem Publikum viel Einsatz und hielt die Partie über die gesamte erste Halbzeit offen. Mit einem 19:19 ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel übernahm Feldkirch jedoch zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Vor allem offensiv fanden die Gäste immer wieder Lösungen und setzten sich Schritt für Schritt ab. Dornbirn kämpfte zwar weiter leidenschaftlich dagegen, konnte das hohe Tempo der Feldkircherinnen in der Schlussphase aber nicht mehr mitgehen. Feldkirch nutzte die sich bietenden Räume konsequent aus und feierte schließlich einen deutlichen 42:34-Auswärtssieg. Damit bleibt Feldkirch im engen Rennen der oberen Tabellenhälfte weiter voll dabei und überholt Korneuburg. Dornbirn hingegen konnte sich trotz engagierter Leistung im letzten Heimspiel der Saison nicht mit einem Derby-Erfolg verabschieden. Überragende Spielerin der Partie war Diana Kiss mit 15 Treffern für Feldkirch. Ebenfalls stark präsentierten sich Maria Adina Ghidoarca mit sieben sowie Leonie Hartl mit sechs Toren. Für Dornbirn erzielten Chiara Sieber neun und Juliane Grauer sieben Treffer. MADx WAT Atzgersdorf - Union Korneuburg Damen Atzgersdorf übernimmt mit Heimsieg die Tabellenführung! MADx WAT Atzgersdorf hat das Heimspiel gegen die Union Korneuburg Damen klar mit 33:26 (17:9) gewonnen, damit die nächsten wichtigen Punkte im Kampf um die Tabellenspitze eingefahren und sogar die alleinige Tabellenführung übernommen. Die Wienerinnen zeigten trotz einiger angeschlagener Spielerinnen von Beginn an eine starke Leistung und wurden ihrer Favoritenrolle rasch gerecht. Nach ausgeglichener Anfangsphase setzte sich Atzgersdorf früh deutlich ab. Zur Pause stand ein deutliches 17:9. Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierten die Wienerinnen die Partie weitgehend souverän. Korneuburg kämpfte sich zwar phasenweise etwas heran und zeigte vor allem offensiv Moral, ernsthaft in Gefahr geriet der Heimsieg jedoch nicht mehr. Atzgersdorf verwaltete den Vorsprung clever und brachte die Partie schließlich sicher über die Zeit. Mit diesem Erfolg übernimmt Atzgersdorf ausgerechnet dank der Schützenhilfe der Fivers, die gegen Hypo gewinnen konnten, die alleinige Tabellenführung. Korneuburg wiederum verpasste die Chance, den fünften Tabellenplatz abzusichern und musste diesen an Feldkirch abgeben. Beste Werferin der Partie war Lea Kofler mit neun Treffern für Atzgersdorf. Lara Brezenci steuerte sieben Tore bei. Für Korneuburg waren Barbara Eichhorn und Manuela Brunner mit jeweils fünf Treffern am erfolgreichsten. Lea Kofler, MADx WAT Atzgersdorf: „Das Spiel war am Anfang etwas ausgeglichen und auch ein bisschen anstrengend. Korneuburg ist eine Mannschaft, die das immer sehr gut macht, finde ich. Gegen sie haben wir eigentlich jedes Mal unsere Probleme. Mit Fortdauer des Spiels konnten wir aber allen Spielerinnen Einsatzminuten geben und uns gleichzeitig gut auf die kommenden Aufgaben vorbereiten.“ Michal Fazik, Union Korneuburg Damen: „Der Gegner war heute einfach besser. Wir haben zu viele technische Fehler gemacht und viele Würfe vergeben. In der ersten Halbzeit war das besonders deutlich, in der zweiten Halbzeit war es von unserer Seite schon besser. Immer dann, wenn wir besser ins Spiel gekommen sind und zwei Tore in Folge gemacht haben, haben wir wieder unnötige Fehler eingebaut. Genau in den Momenten, in denen wir das Spiel hätten verkürzen oder vielleicht sogar drehen können, haben wir uns selbst wieder zurückgeworfen. Gratulation an den Gegner – für uns ist die Saison damit beendet.“ MGA Fivers - Hypo Niederösterreich Das gab es noch nie: Hypo musste die dritte Saisonniederlage hinnehmen Die MGA Fivers haben im Top-4-Duell gegen Hypo Niederösterreich für eine echte Sensation gesorgt und den Titelverteidiger knapp mit 24:23 (10:11) besiegt. Damit ist den Wienerinnen der dritte Platz nicht mehr zu nehmen und sie verpassen Hypo gleichzeitig einen empfindlichen Rückschlag im Titelrennen mit MADx WAT Atzgersdorf. Die Partie in der Hollgasse entwickelte sich von Beginn an zu dem hochwertigen und intensiven Duell, das im Vorfeld erwartet worden war. Hypo lag über weite Strecken der ersten Halbzeit knapp voran. Die Fivers hielten allerdings mit viel Einsatz, aggressiver Deckungsarbeit und großem Kampfgeist dagegen. Kurz vor der Pause gelang sogar noch der Ausgleich, ehe Hypo mit einer knappen 11:10-Führung in die Kabine ging. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel völlig offen. Hypo setzte sich zwischenzeitlich leicht ab, doch die Wienerinnen ließen sich nicht abschütteln. Vor allem Patricia Tomic-Kesina übernahm immer wieder Verantwortung und brachte die Fivers mit wichtigen Treffern zurück ins Spiel. Mitte der zweiten Halbzeit drehten die Gastgeberinnen die Partie endgültig und gingen mehrfach in Führung. In der Schlussphase entwickelte sich ein echter Krimi. Hypo gelang kurz vor Schluss noch der Ausgleich zum 23:23, doch die Fivers hatten die perfekte Antwort parat: Adrien Almasi Toth erzielte sieben Sekunden vor dem Ende den viel umjubelten Siegtreffer zum 24:23. Für die MGA Fivers war es nicht nur ein Prestigeerfolg gegen den Serienmeister, sondern auch der entscheidende Sieg im Rennen um Platz drei. Hypo hingegen verpasste die Chance, im Titelkampf weiter Druck auf Atzgersdorf auszuüben. Historisch gesehen ist diese Niederlage für Hypo besonders bemerkenswert. Die Niederösterreicherinnen mussten damit in dieser Saison bereits die dritte Liga-Niederlage hinnehmen. Zwei Niederlagen in einem Grunddurchgang hatte es zuletzt in der Saison 1976 gegeben – also erst kurz nachdem die heutige WHA überhaupt gegründet wurde. Insgesamt war es überhaupt erst die 14. Niederlage von Hypo im österreichischen Ligabetrieb. Allein drei davon kamen nun in dieser Saison zustande – also mehr als 20 Prozent aller Liga-Niederlagen der Vereinsgeschichte. Beste Werferin der Wienerinnen war Patricia Tomic-Kesina mit fünf Treffern. Bei Hypo war Nina Neidhart mit sechs Toren die erfolgreichste Werferin. Ivica "Ivo" Belas, Headcoach MGA Fivers: "Wir haben heute wieder eine starke Abwehrleistung gezeigt, so wie schon in den letzten zwei, drei Spielen, dazu kam eine starke Torhüterleistung. Über die gesamte Partie hinweg haben wir auf Augenhöhe mit Hypo gespielt. In der entscheidenden Phase haben wir dann noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht und wurden am Ende mit zwei Punkten belohnt. Der einzige bittere Beigeschmack dieses Spiels ist die Verletzung von Nina. Auf diesem Weg wünsche ich ihr alles Gute und eine schnelle Genesung.“ Ferenc Kovacs, Trainer Hypo Niederösterreich: „Ich glaube, nur unser Masseur und ich waren vor dem Match die einzigen zwei Personen, die gedacht haben, dass wir heute verlieren könnten. Die Mannschaft war vielleicht etwas zu selbstsicher und hat geglaubt, dass es ohne großen Kampf gehen wird. Ich wusste aber, dass das heute ein schwieriges Spiel wird. Ich hoffe, dass die Mannschaft aus den vielen Fehlwürfen lernt. Chancen hatten wir genug. Gratulation an die gegnerische Torfrau und auch an ihren Trainer – er hat seine Mannschaft sehr gut eingestellt. Sie wussten genau, wie sie gegen uns spielen müssen, haben das stark umgesetzt und verdient gewonnen.“ GKL Krems - Langenlois - Union St. Pölten Frauen Überschrift GKL Krems - Langenlois hat das letzte Heimspiel der Saison gegen die Union St. Pölten Frauen mit 27:22 (13:11) gewonnen und damit die eigene Heimstärke einmal mehr unter Beweis gestellt. Damit durften die Fans in Langenlois bereits zum siebten Mal in dieser Saison über einen Heimsieg jubeln. Die Gastgeberinnen wollten sich nach der klaren Niederlage gegen die MGA Fivers mit einem starken Auftritt von ihrem Publikum verabschieden und genau das gelang auch. Die Partie verlief zunächst ausgeglichen. St. Pölten hielt gut dagegen und ging Mitte der ersten Halbzeit zwischenzeitlich sogar mit 10:9 in Führung. GKL reagierte allerdings stark auf diese Phase, übernahm wieder die Kontrolle und setzte sich bis zur Pause auf 13:11 ab. Nach dem Seitenwechsel blieb St. Pölten zunächst dran und schaffte beim 15:15 noch einmal den Ausgleich. Doch genau in dieser Phase zeigte GKL erneut seine Heimstärke. Die Gastgeberinnen legten einen entscheidenden Zwischenspurt hin und zogen von 17:17 auf 24:20 davon. Diesen Vorsprung ließen sie sich in der Schlussphase nicht mehr nehmen und feierten schließlich einen verdienten 27:22-Heimsieg. Damit gelang GKL ein erfolgreicher Heimabschluss einer ohnehin starken Premierensaison in der WHA MEISTERLIGA. St. Pölten konnte nach dem bereits fixierten Klassenerhalt zwar befreit auftreten, musste sich am Ende aber geschlagen geben. Beste Werferin der Partie war Naomi Provin mit sechs Treffern für GKL Krems - Langenlois. Für St. Pölten erzielte Fanni Luca Friebesz sieben Tore. |



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