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Atzgersdorf und Hypo stehen im Finale!

  • vor 1 Stunde
  • 5 Min. Lesezeit

Das altbekannte, fast schon ewige Final-Duell ist perfekt: MADx WAT Atzgersdorf trifft auf Hypo Niederösterreich! Atzgersdorf ließ nach dem spannenden Hinspiel im Rückspiel nur wenig Spannung aufkommen. Die Wienerinnen konnten das Heimspiel gegen den UHC Gartenstadt Tulln mit 29:21 klar für sich entscheiden. Zwei Stunden später stand auch endgültig fest, dass Atzgersdorf im Finale der WHA MEISTERLIGA auf Hypo Niederösterreich trifft. Hypo entschied auch das zweite Spiel gegen die MGA Fivers klar für sich. Am Ende stand ein 35:23-Heimsieg.


Nach dem Europacup-Modus im Halbfinale wartet im Finale ein anderes Format: Gespielt wird im „Best of Three“-Modus. Jede Partie braucht dabei einen Sieger. Sollte es nach 60 Minuten unentschieden stehen, folgen Verlängerungen und gegebenenfalls ein Siebenmeterwerfen. Meister wird jene Mannschaft, die zuerst zwei Finalspiele gewinnt. Besonders spannend: Seit Einführung dieses Playoff-Systems in der Saison 2020/21 lautete das Finale jedes Jahr MADx WAT Atzgersdorf gegen Hypo Niederösterreich. Genau diese Serie könnte in dieser Saison erstmals enden. Anders in diesem Jahr: Nach dem ersten Platz im Grunddurchgang hat Atzgersdorf im ersten und im möglichen dritten Spiel Heimrecht. 


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HALBFINALE 1

 

MADx WAT Atzgersdorf - UHC Gartenstadt Tulln

MADx WAT Atzgersdorf hat auch das zweite Halbfinalspiel gegen den UHC Gartenstadt Tulln gewonnen und sich mit einem klaren 29:21-Heimsieg den Finaleinzug gesichert. Nach dem knappen 25:23-Auswärtssieg im ersten Spiel ließen die Wienerinnen im Rückspiel keine Zweifel mehr aufkommen und setzten sich im Europacup-Modus letztlich deutlich durch. 


Dabei hatte Tulln nach der knappen Niederlage im Hinspiel durchaus berechtigte Hoffnungen auf eine Wende. Genau diese Spannung war allerdings nur in der Anfangsphase zu spüren. Atzgersdorf erwischte einen starken Start und zog rasch auf 5:1 davon. Vor allem Lara Brezenci und Melanie Jurkovic sorgten offensiv früh für klare Verhältnisse. Tulln kämpfte sich zwar zwischenzeitlich etwas heran, kam aber nie wirklich in Schlagdistanz. Zur Pause führten die Wienerinnen bereits mit 13:8. 


Auch nach dem Seitenwechsel blieb Atzgersdorf klar tonangebend. Immer wenn Tulln den Rückstand etwas verkürzen konnte, fanden die Gastgeberinnen sofort die passende Antwort. Spätestens mit dem Lauf vom 23:15 auf 26:15 war die Entscheidung endgültig gefallen. Damit machte Atzgersdorf früh klar, dass diesmal keine Aufholjagd mehr möglich sein würde. 


Tulln verabschiedet sich trotz des Ausscheidens mit einer starken Saison aus dem Titelrennen. Die Niederösterreicherinnen hatten im Grunddurchgang lange selbst an der Spitze gestanden und zeigten auch im Halbfinale phasenweise, warum sie zu den Topteams der Liga zählen. Atzgersdorf hingegen bestätigt mit dem Finaleinzug die starke und konstante Saisonleistung eindrucksvoll. Nach Platz eins im Grunddurchgang kämpfen die Wienerinnen nun auch weiterhin um den Meistertitel. Beste Werferinnen der Partie waren Lara Brezenci und Melanie Jurkovic mit jeweils neun Treffern für Atzgersdorf. Bei Tulln war Nicol Nejedlikova mit fünf Toren die erfolgreichste Werferin.


Nicole Ivkic, Spielerin MADx WAT Atzgersdorf: „Wir sind von Beginn an konzentriert ins Spiel gestartet und haben genau das verbessert, was wir im letzten Spiel am schlechtesten gemacht haben. Das war diese Woche ein großes Thema bei uns. Wir sind sehr stolz, wieder im Finale zu stehen, und hoffen natürlich, dass viele Zuschauer kommen und uns unterstützen.“


Flo Hössl, Trainer UHC Gartenstadt Tulln: „Wir haben heute leider von der ersten Minute an etwas ängstlich agiert und nicht unser volles Potenzial abgerufen. Wir haben von Beginn weg keinen richtigen Zugriff auf das Spiel gefunden. Bezeichnend war auch, dass wir bei insgesamt 13 Siebenmetern acht verschiedene Schützinnen hatten – ein Zeichen dafür, dass heute niemand wirklich Verantwortung übernehmen wollte. Spielerisch war die Leistung grundsätzlich in Ordnung, aber die Mentalität und der Kampfgeist, den wir am Donnerstag noch gezeigt haben, konnten wir diesmal nicht auf die Platte bringen. Dadurch waren wir für Atzgersdorf von Beginn an zu wenig gefährlich. Natürlich ist es schade, dass die Saison so endet, aber wir müssen das akzeptieren. Als faire Verlierer wünschen wir Atzgersdorf und Hypo ein sportlich spannendes und faires Finale. Wir werden alles daransetzen, in der kommenden Saison noch stärker zurückzukommen. Den Kopf dürfen wir jetzt nicht hängen lassen. Wir müssen weiterarbeiten und Schritt für Schritt den nächsten Entwicklungsschritt gehen. Insgesamt war es trotzdem eine gute Saison, auch wenn wir sie leider nicht krönen konnten. Umso motivierter sind wir jetzt, es nächstes Jahr besser zu machen.“


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HALBFINALE 2

 

Hypo Niederösterreich - MGA Fivers

Hypo Niederösterreich hat auch das zweite Halbfinalduell mit den MGA Fivers klar für sich entschieden und steht nach einem 35:23-Heimsieg erneut im Finale der WHA MEISTERLIGA. Nach dem bereits deutlichen Erfolg in der Hollgasse ließen die Niederösterreicherinnen auch in der Südstadt keinen Zweifel mehr am Aufstieg aufkommen. 


Die Fivers wollten sich nach der klaren Niederlage im ersten Spiel verbessert präsentieren und starteten zunächst auch mutig in die Partie. Bis zum 3:3 hielten die Wienerinnen gut mit, ehe Hypo das Tempo deutlich anzog. Mit einer aggressiven Deckung und schnellem Umschaltspiel setzten sich die Gastgeberinnen früh ab und erspielten sich innerhalb weniger Minuten eine klare Führung. Vor allem Johanna Bauer und Andrea Pavkovic fanden immer wieder Lücken in der Fivers-Abwehr. 


Die Wienerinnen stemmten sich zwar phasenweise gegen die drohende Niederlage, wirklich gefährlich wurde es für Hypo allerdings nie mehr. Bereits zur Pause lagen die Gastgeberinnen komfortabel mit 19:12 vorne. Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierte Hypo das Geschehen souverän und baute den Vorsprung zwischenzeitlich sogar auf zehn Tore aus. 


Die Fivers zeigten trotz der Niederlage vor allem offensiv phasenweise gute Ansätze. Patricia Tomic-Kesina und Leonie Neunteufel übernahmen viel Verantwortung, konnten das Ausscheiden aber nicht verhindern. Hypo spielte die Partie hingegen routiniert zu Ende und machte den nächsten Finaleinzug souverän perfekt. Beste Werferin der Partie war Johanna Bauer mit sieben Treffern für Hypo. Für die MGA Fivers erzielte Leonie Neunteufel ebenfalls sieben Tore.


Ferenc Kovacs, Trainer Hypo Niederösterreich: „Im zweiten Halbfinalspiel gegen MGA hat unsere Mannschaft sehr konzentriert begonnen und das über die gesamte Spielzeit hinweg gut umgesetzt. Dadurch konnten wir uns Schritt für Schritt Tor um Tor absetzen. Ein großes Kompliment aber auch an MGA, die den dritten Platz erreicht haben. Ich glaube, das war ein wichtiges Ziel für den Verein, und das haben sie geschafft. Jetzt gilt der volle Fokus der Vorbereitung auf das Finale. Das wird natürlich ein ganz anderes Kapitel. Ich erwarte zwei oder vielleicht sogar drei sehr spannende und intensive Spiele gegen Atzgersdorf.“


Ivica Belas, Trainer MGA Fivers: „Wir wollten uns heute unbedingt mit einem guten Spiel aus dieser Saison verabschieden, und das ist uns größtenteils gelungen. Ich möchte mich bei den Mädels und unseren Fans für die tolle Saison bedanken.“

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So geht es im Finale der WHA MEISTERLIGA weiter.

 

Spiel 1: MADx WAT Atzgersdorf vs. Hypo Niederösterreich | 28. Mai 2026 | 18:00 | Live bei ORF SPORT+

Spiel 2: Hypo Niederösterreich vs. MADx WAT Atzgersdorf  | 31. Mai 2026 | 18:00 | Live bei ORF SPORT+

 

Spiel 3 (falls nötig): MADx WAT Atzgersdorf vs. Hypo Niederösterreich | 04. Juni 2026 | 20:35 | Live bei ORF SPORT+


Die nach dem WHA-Grunddurchgang besser platzierte Mannschaft hat im ersten Spiel der Finalserie Heimrecht, sowie in einem möglichen dritten Spiel.

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