top of page

Atzgersdorf, Hypo und die Füchse bleiben makellos - Aufholjagd in Graz

vor 2 Tagen
8 Min. Lesezeit

Der 2. Spieltag der WHA MEISTERLIGA 2026/27 hat am Samstag für klare Verhältnisse an der Tabellenspitze gesorgt: MADx WAT Atzgersdorf, Hypo Niederösterreich und die BT Füchse Style your Smile gewannen auch ihre zweiten Saisonspiele und stehen nach zwei Runden allesamt bei vier Punkten. Die JAGS feierten mit einem klaren 31:19 gegen den UHC Eggenburg ihren ersten Saisonsieg, der UHC Müllner Bau Stockerau und die MGA Fivers trennten sich 24:24 unentschieden und die Union Korneuburg Damen mussten sich bei Atzgersdorf deutlich geschlagen geben. 


Die WHA CHALLENGE 2026/27 ist mit den drei Samstagspartien des 1. Spieltags eröffnet: Vizemeister HIB Handball Graz drehte gegen Neuling MGA Fivers 2 einen Fünf-Tore-Rückstand noch zum 31:30-Auftaktsieg, der SSV Dornbirn Schoren feierte nach dem Abstieg aus der WHA MEISTERLIGA einen 38:30-Auswärtserfolg bei den Perchtoldsdorf Devils und die SG TV Gleisdorf/HC Weiz setzte sich zuhause deutlich mit 27:24 gegen UHC Storch Gänserndorf durch. 


­

WHA MEISTERLIGA


roomz JAGS WVB – UHC AstroKalb Eggenburg 31:19 (16:6)

Die JAGS lassen nach Fehlstart keine Zweifel mehr aufkommen

Nach der knappen 26:27-Auftaktniederlage bei Blau-Weiß Feldkirch, die die JAGS bis kurz vor Schluss offengehalten hatten, ist der jungen niederösterreichischen Mannschaft im zweiten Saisonspiel gleich der erste Sieg gelungen – und das deutlich. Angeführt von einer überragenden Anna Petrovics und einer stark aufgelegten Melanie Krautwaschl zogen die Gastgeberinnen bereits zur Halbzeit auf 16:6 davon und ließen dem UHC Eggenburg in der Folge keine Chance mehr auf eine Wende. Die Aufsteigerinnen stehen damit auch nach dem zweiten Spiel noch ohne Punkte da.


Beste Werferin der Partie war Melanie Krautwaschl mit zehn Treffern für die JAGS, gefolgt von Anna Petrovics mit sieben Toren (davon zwei Siebenmeter) und Melanie Kurz mit vier Treffern. Bei Eggenburg war Emma Schlegel mit sechs Toren die erfolgreichste Werferin, Elisabeth Lajmis kam auf drei Treffer.


Melanie Kurz, roomz JAGS WVB: "Wir haben als Team über das gesamte Spiel hinweg gut zusammengespielt und füreinander gekämpft. Besonders in der Defensive haben wir gut zusammengearbeitet und unsere Aufgaben konsequent umgesetzt. Auch die Inhalte, die wir im Training erarbeitet haben, konnten wir im Spiel gut umsetzen. Entscheidend war, dass wir nie aufgehört haben zu kämpfen und als Mannschaft geschlossen aufgetreten sind."



Hypo Niederösterreich – Blau-Weiß Feldkirch 39:23 (18:11)

Hypo bleibt unter Matuschkowitz makellos und lässt auch gegen Feldkirch nichts anbrennen

Titelverteidiger Hypo Niederösterreich hat nach dem Supercup-Titel und dem Auswärtserfolg bei den MGA Fivers zum Saisonauftakt auch das zweite Meisterschaftsspiel der neuen Ära unter Cheftrainerin Alla Matuschkowitz klar für sich entschieden. Nach einer bereits deutlichen 18:11-Führung zur Pause zog die Mannschaft im zweiten Durchgang weiter davon und ließ Blau-Weiß Feldkirch, das zum Auftakt die JAGS noch knapp mit 27:26 bezwungen hatte, keine reelle Chance auf eine Überraschung. Die Vorarlbergerinnen, die Hypo in der Vorsaison noch ein Bein gestellt hatten, mussten sich diesmal deutlich geschlagen geben.


Bei Hypo war Lisa Spalt mit sechs Treffern beste Werferin, Lara Brezenci und Larissa Bures sowie Patricia Tomic-Kesina kamen jeweils auf vier bis fünf Tore. Für Feldkirch erzielte Leonie Hartl sechs Treffer, Diana Kiss kam auf fünf, Chiara Murnig und Maria Adina Ghidoarca auf jeweils vier Tore.


Lisa Spalt, Spielerin Hypo Niederösterreich: „Der Start war unsererseits etwas holprig. Wir sind in der Deckung nicht so gut gestanden und haben eigentlich keinen Zugriff bekommen, dazu haben wir sehr viel verworfen – die gegnerische Torfrau hat aber auch sehr viel gehalten. In der zweiten Halbzeit sind wir dann besser ins Spiel gekommen und sind zu leichten, einfachen Toren gekommen. Im Endeffekt hat das Ergebnis dann gepasst."


Zorana Jurcevic, Spielerin Blau-Weiß Feldkirch: „Die Mannschaft allgemein hat heute nicht gezeigt, was wir eigentlich können. Am Ende war es einfach kein gutes Spiel. Es tut mir leid, dass wir so deutlich verloren haben, aber es war trotzdem eine schöne Erfahrung für mich selbst. Wir sind eine neue Mannschaft mit vier, fünf neuen Spielerinnen und daran musste ich mich auch erst anpassen. Das ist nicht einfach, deshalb werden wir das nächste Mal besser spielen."


Sarah Alibegovic, Spielerin Blau-Weiß Feldkirch: „Es war ein mega schnelles Spiel und wir konnten am Anfang gut mithalten. Leider sind uns aber viel zu viele technische Fehler passiert, die wir einfach nicht hätten machen dürfen – Hypo hat uns dafür gleich mit Kontertoren bestraft. Wir haben zwar ein schnelles Spiel gespielt, aber es waren einfach zu viele Fehler, die uns nicht hätten passieren dürfen. Wir hoffen, dass es nächste Woche besser wird, dass wir daraus gelernt haben und als Mannschaft noch besser zusammenwachsen."



UHC Gartenstadt Tulln – BT Füchse Style your Smile 22:26 (11:12)

Füchse beenden Tullns lange Serie der Ungeschlagenheit

Die BT Füchse Style your Smile haben nach dem Heimsieg zum Auftakt gegen Union St. Pölten auch ihr zweites Saisonspiel gewonnen – und das ausgerechnet beim UHC Gartenstadt Tulln, der zuvor in acht Duellen gegen die Füchse ungeschlagen geblieben war (5 Siege, 3 Unentschieden). Nach einer knappen 11:12-Pausenführung der Gäste setzten sich die Füchse im zweiten Durchgang immer wieder entscheidend ab und brachten den Vorsprung trotz mehrerer Aufholjagden der Gastgeberinnen über die Zeit. Für Tulln, das zum Auftakt noch deutlich mit 35:26 bei der Union Korneuburg Damen gewonnen hatte, ist es damit der erste Punktverlust der Saison.


Beste Werferin der Partie war Ivana Nikolic mit sechs Treffern (drei Siebenmeter) für die Füchse, Melina Marie Schweiger kam ebenfalls auf sechs Tore. Bei Tulln war Nikolina Todorovic mit sieben Treffern (sechs Siebenmeter) erfolgreichste Werferin, Hannah Ginsthofer erzielte sechs Tore.


Flo Hössl, Trainer UHC Gartenstadt Tulln: „Es war das erwartet schwere Spiel. Ohne die Leistung der Füchse schmälern zu wollen, die heute wirklich sensationell gespielt haben und sehr gut eingestellt waren – wir haben es uns aber auch selbst sehr schwer gemacht. In der Deckung sind wir eigentlich ganz gut gestanden, aber schon wie gegen Korneuburg haben wir zu viele Bälle weggeworfen, vor allem im Umschaltspiel. Wenn man dann in der Deckung für einige Aktionen kämpft und den Ball gleich wieder wegwirft und wieder zurücklaufen muss, ist das einfach sehr kräfteraubend. Wir konnten uns dann noch einmal zurück kämpfen und haben es vor allem ruhiger und cleverer gemacht, nicht mehr so überstürzt. Zur Halbzeit lagen wir dann mit minus eins zurück und nach der Halbzeit haben wir innerhalb von drei Minuten gleich einen 0:5-Lauf gegen uns bekommen, was das Ganze natürlich noch einmal erschwert hat. Wir konnten uns wieder zurückkämpfen und waren wieder knapp dran, aber in den entscheidenden Momenten haben wir die Tore nicht gemacht und in der Deckung auch etwas Pech gehabt. Nichtsdestotrotz wollen wir uns nicht unterkriegen lassen. Es ist jetzt natürlich ein kleiner Rückschlag, aber die Meisterschaft ist noch lange, es kommen noch viele Spiele auf uns zu, und wir wollen weiterarbeiten. Wir wissen, dass wir in einem Prozess sind, der sich noch ein bisschen ziehen wird. Aber auch wenn derzeit noch nicht alles da ist, wo es sein könnte, sehe ich sehr viel Potenzial in der Mannschaft. Ich glaube, wenn wir die Köpfe heben und weiter an uns arbeiten, kommen wir stärker zurück – und nächste Woche wollen wir schon zeigen, was in uns steckt."


Boras Anamarija, BT Füchse Style your Smile: „Wir sind sehr zufrieden und glücklich über den Sieg. Von der ersten Minute an haben wir eine starke und konzentrierte Abwehr gespielt, was uns ermöglicht hat, im Angriff schnell und effektiv zu agieren. Ich denke, dass wir heute unseren Charakter und unseren Teamgeist gezeigt und über 60 Minuten auf einem sehr hohen Niveau gespielt haben. Besonders stolz bin ich auf meine Mannschaft und darauf, wie wir füreinander gekämpft haben. Dieser Sieg bedeutet uns sehr viel und ich hoffe, dass er uns zusätzliche Motivation für die kommenden Spiele gibt.“



UHC Müllner Bau Stockerau – MGA Fivers 24:24 (12:11)

Stockerau trotzt den MGA Fivers einen Punkt ab

Der UHC Müllner Bau Stockerau und die MGA Fivers haben sich nach einer über weite Strecken ausgeglichenen und damit äußerst spannenden Partie die Punkte geteilt. Der neuformierte Kader von Stockerau, der zum Auftakt einen hart erkämpften 30:29-Auswärtssieg bei GKL Krems-Langenlois eingefahren hatte, führte zur Pause knapp mit 12:11 und lag auch in der Schlussphase mehrfach in Front, ehe die Fivers immer wieder ausglichen. Erst Dominika Dudas sicherte Stockerau in der letzten Spielminute per Siebenmeter noch den 24:24-Endstand. Für die Fivers, die zum Auftakt bei Hypo Niederösterreich mit 20:32 deutlich unterlegen waren, ist es der erste Punktgewinn der jungen, im Umbruch befindlichen Mannschaft.


Beste Werferin der Partie war Dominika Dudas mit sieben Treffern (vier Siebenmeter) für Stockerau. Bei den Fivers war Leonie Neunteufel mit sechs Toren erfolgreichste Werferin, Adrien Almasi Toth kam auf fünf Treffer.



MADx WAT Atzgersdorf – Union Korneuburg Damen 33:15 (14:6)

Atzgersdorf lässt der Union Korneuburg Damen keine Chance

MADx WAT Atzgersdorf hat nach dem 34:19-Auswärtssieg beim UHC Eggenburg auch das zweite Saisonspiel klar für sich entschieden und untermauert mit der besten Tordifferenz der Liga den starken Start in die Saison. Die Union Korneuburg Damen, die bereits zum Auftakt deutlich mit 26:35 gegen den UHC Gartenstadt Tulln verloren hatten, fanden gegen die giftig verteidigenden Gastgeberinnen phasenweise keine Mittel und lagen schon zur Pause mit 14:6 zurück. Für die junge, überwiegend selbst ausgebildete Mannschaft aus Korneuburg bleibt es damit nach zwei Spieltagen bei weiterhin null Punkten.


Beste Werferin der Partie war Lea Kofler mit sieben Treffern für Atzgersdorf, Julia Emma Etzenberger kam auf fünf, Melanie Jurkovic und Giulia Laita auf jeweils vier Tore. Bei der Union Korneuburg Damen war Manuela Brunner mit fünf Treffern erfolgreichste Werferin, Anika Berto kam auf drei Tore.


­

WHA CHALLENGE

 

HIB Handball Graz - MGA Fivers 2 31:30 (14:19)

MGA Fivers 2 erwischte in ihrem allerersten Pflichtspiel in der WHA CHALLENGE einen Traumstart und führte zur Halbzeit deutlich mit 19:14. Vizemeister HIB Handball Graz gab aber nicht auf, drehte die Partie im zweiten Durchgang schrittweise und sicherte sich erst in der Schlussphase durch einen Treffer von Anna Moritz doch noch den knappen 31:30-Auftaktsieg. Beste Werferinnen waren Anna Moritz und Sonja Kobinger (je 8 Tore) für Graz sowie Rita Wernert (9 Tore) für die Fivers 2.


Fabian Kastner, Trainer HIB Handball Graz: „Eine unglaublich spannende Partie, die am Schluss zu unseren Gunsten ausgegangen ist. Man merkt, dass wir eine extrem junge Mannschaft sind, die diese Erfahrung erst noch braucht. Geholfen hat uns letztlich der Teamgeist – zwischenzeitlich lagen wir mit etwa minus sieben, minus acht zurück, das konnten wir aber Gott sei Dank noch drehen, aus eigener Willenskraft heraus. Wir schauen natürlich schon nach vorne, weil morgen bereits UHC Graz gegen Traun spielt, und Traun ist unser nächster Gegner – da erwarten wir eine ganz andere Mannschaft. Wir sind einfach froh, dass wir das heutige Spiel so knapp für uns entschieden haben. Das war ganz große Werbung für die Region Graz, für diesen Sport, aber auch für unseren Standort – dass Graz eine Mannschaft ist, mit der man immer rechnen muss."



Perchtoldsdorf Devils - SSV Dornbirn Schoren 30:38 (19:21)

Der SSV Dornbirn Schoren ist unter neuem Cheftrainer Marko Tanasković mit einem 38:30-Auswärtssieg bei den Perchtoldsdorf Devils erfolgreich in die neue Saison gestartet. Bis zur Halbzeit (19:21) hielten die Devils gut mit, ehe sich Dornbirn im zweiten Durchgang zunehmend absetzte. Beste Werferinnen waren Mirijam Steyrer (9 Tore) für Perchtoldsdorf sowie Juliane Grauer (9 Tore) für Dornbirn.


Statement Perchtoldsdorf Devils: „Leider mussten wir in diesem ersten Spiel auf mehrere Stammspielerinnen verzichten und mit einem stark dezimierten Kader gegen SSV Dornbirn Schoren antreten. Dennoch zeigten unsere Mädels in der ersten Halbzeit eine mehr als ebenbürtige Leistung und hielten souverän mit. In der zweiten Halbzeit ließen uns die Kräfte dann leider etwas im Stich, sodass es am Ende nicht mehr für einen Sieg gereicht hat. Trotz der Niederlage können wir mit erhobenem Haupt aus dieser Partie gehen und blicken voller Zuversicht auf die nächste Gelegenheit, uns zu beweisen.“



SG TV Gleisdorf/HC Weiz - UHC Storch Gänserndorf 27:24 (13:11)

Die SG TV Gleisdorf/HC Weiz ist mit einem 27:24-Heimsieg gegen UHC Storch Gänserndorf erfolgreich in die neue Saison gestartet und führte dabei über weite Strecken der Partie – bereits zur Halbzeit stand es 13:11. Beste Werferinnen waren Bright Laeticia Wagner und Anna Beck (je 8 Tore) für die Gastgeberinnen sowie Nika Schmid (5 Tore) für Gänserndorf.


Magdalena Seidler von der SG TV Gleisdorf/HC Weiz: "Wir sind stark ins Spiel gestartet, hatten kurz einen Durchhänger, haben uns aber wieder gefangen, die Nerven bewahrt und uns mit dem ersten Saisonsieg belohnt!"



 
 
 

Kommentare


bottom of page