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Atzgersdorf gewinnt zum ersten Mal den Grunddurchgang!

  • vor 9 Stunden
  • 7 Min. Lesezeit

Der letzte Spieltag des Grunddurchgangs in der WHA MEISTERLIGA hatte noch einmal einiges zu bieten: Die MGA Fivers bestätigten mit einem klaren Auswärtssieg bei den roomz JAGS WVB eindrucksvoll ihren dritten Platz. Die BT Füchse style your smile und der UHC Müllner Bau Stockerau trennten sich nach einem offenen Schlagabtausch mit 30:30. Der UHC Gartenstadt Tulln präsentierte sich mit einem deutlichen Heimsieg gegen Blau-Weiß Feldkirch bereits in starker Halbfinalform. Die Union Korneuburg Damen sicherten sich mit einem klaren Erfolg gegen den SSV Dornbirn Schoren Platz fünf, während sich Dornbirn aus der Liga verabschiedete. Hypo Niederösterreich erledigte gegen GKL Krems - Langenlois zwar souverän die Pflichtaufgabe, konnte die Tabellenführung aber dennoch nicht zurückerobern. Für die historische Schlagzeile sorgte nämlich MADx WAT Atzgersdorf: Mit einem klaren Sieg bei den Union St. Pölten Frauen beendeten die Wienerinnen als erstes Team seit 1974 den Grunddurchgang der höchsten österreichischen Frauenliga auf Platz eins – vor Hypo Niederösterreich.

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WHA MEISTERLIGA


roomz JAGS WVB - MGA Fivers

MGA Fivers feiern klaren Auswärtssieg zum Abschluss des Grunddurchgangs

Die MGA Fivers haben den Schwung aus dem Überraschungssieg gegen Hypo Niederösterreich mitgenommen und sich im letzten Spiel des Grunddurchgangs klar mit 28:19 bei den roomz JAGS WVB durchgesetzt. Damit bestätigten die Wienerinnen noch einmal eindrucksvoll ihren starken dritten Platz vor dem Halbfinale.


Die Gäste erwischten in Bad Vöslau einen nahezu perfekten Start. Nach dem frühen 2:1 der JAGS übernahmen die Fivers sofort die Kontrolle und zogen mit einem starken Lauf auf 9:3 davon. Bis zur Pause bauten die Fivers ihren Vorsprung konsequent auf 14:7 aus. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielverlauf wenig. Zwar kämpften sich die JAGS zwischenzeitlich etwas heran und verkürzten auf 14:19, näher kamen sie allerdings nicht mehr. 


Die Fivers reagierten sofort wieder mit mehreren Treffern in Serie und sorgten frühzeitig für die Entscheidung. Damit gelang den Wienerinnen ein souveräner Abschluss eines starken Grunddurchgangs. Für die Wiener Neustädterinnen endet der Grunddurchgang damit auf Platz zehn. Beste Werferin der Partie war Anna Petrovics mit acht Treffern für die JAGS. Bei den MGA Fivers überzeugten Larissa Bures mit fünf sowie Ines Lovric, Adrien Almasi Toth und Aleksandra Janicka mit jeweils vier Toren.



BT Füchse style your smile - UHC Müllner Bau Stockerau

Punkteteilung zum Saisonabschluss zwischen den Füchsinnen und Stockerau

Die BT Füchse style your smile und der UHC Müllner Bau Stockerau trennten sich im letzten Spiel des Grunddurchgangs mit einem 30:30-Unentschieden. Damit endete für beide Teams eine Saison im gesicherten Mittelfeld mit einem weiteren engen Duell auf Augenhöhe. Die Gastgeberinnen erwischten zunächst den besseren Start und setzten sich Mitte der ersten Halbzeit auf 8:5 ab. Vor allem Melina Schweiger und Ivana Nikolic sorgten offensiv immer wieder für Gefahr. Stockerau ließ sich allerdings nicht abschütteln und kämpfte sich mehrfach zurück. Kurz vor der Pause konnten sich die Füchsinnen noch einmal etwas absetzen und gingen mit einer 19:16-Führung in die Kabine.


Nach dem Seitenwechsel schienen die Füchsinnen zunächst alles im Griff zu haben. Beim Stand von 21:16 lag der zweite Sieg gegen Stockerau in dieser Saison in Reichweite. Doch die Niederösterreicherinnen kämpften sich eindrucksvoll zurück. Vor allem Diana Michálková übernahm Verantwortung und führte ihr Team wieder heran. In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit mehreren Führungswechseln. Stockerau lag kurz vor Schluss sogar mit 30:29 vorne und stand kurz vor dem Auswärtssieg. Die Füchsinnen retteten sich allerdings durch Melina Schweiger 50 Sekunden vor dem Ende noch zum 30:30-Ausgleich. Die BT Füchse beenden den Grunddurchgang damit auf Platz sieben. Stockerau schließt die Saison auf Rang neun ab. Beste Werferinnen der Partie waren Ivana Nikolic mit acht sowie Melina Schweiger mit sieben Treffern für die Füchsinnen. Für Stockerau überzeugte Diana Michálková mit acht Toren.



UHC Gartenstadt Tulln - Blau-Weiß Feldkirch

Tulln präsentiert sich vor dem Halbfinale in starker Form

Der UHC Gartenstadt Tulln hat das letzte Heimspiel des Grunddurchgangs klar mit 35:24 gegen Blau-Weiß Feldkirch gewonnen und damit ein starkes Zeichen vor dem anstehenden Halbfinale gesetzt. Die Gastgeberinnen übernahmen nach einer ausgeglichenen Anfangsphase immer mehr die Kontrolle über die Partie. Feldkirch hielt zunächst noch gut dagegen und lag zwischenzeitlich sogar mit 6:5 vorne. Danach drehte Tulln allerdings auf und setzte sich mit einem starken Lauf auf 13:8 ab. Vor allem Nicol Nejedlikova und Sandra Hart sorgten offensiv immer wieder für Probleme in der Feldkircher Defensive. Bis zur Pause erspielte sich Tulln eine verdiente 17:13-Führung.


Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie schnell deutlich. Tulln präsentierte sich genau in jener Form, die Trainer Flo Hössl vor dem Halbfinale sehen wollte, und zog Tor um Tor davon. Spätestens beim 30:19 war die Partie endgültig entschieden. Damit beendet Tulln den Grunddurchgang souverän auf Platz vier und geht mit einem klaren Erfolgserlebnis ins Halbfinale. Feldkirch verpasst hingegen den Sprung zurück auf Platz fünf und beendet die Saison hinter Korneuburg. Beste Werferinnen der Partie waren Nicol Nejedlikova mit acht sowie Sandra Hart mit sieben Treffern für Tulln. Bei Feldkirch war Weronika Janczarek mit sechs Toren die erfolgreichste Werferin.


Flo Hössl, UHC Gartenstadt Tulln: „Wir sind heute etwas holprig ins Spiel gestartet, konnten dann aber vor allem über unser Tempospiel wieder unsere Stärken ausspielen und uns Schritt für Schritt absetzen. Noch war nicht alles perfekt, aber vieles schon sehr gut. Vor allem unsere Stärken haben wir wieder besser auf die Platte gebracht. Mit plus vier sind wir in die Halbzeit gegangen. Zu Beginn der zweiten Hälfte war es noch ausgeglichen, mit Fortdauer des Spiels konnten wir uns dann aber deutlich absetzen und am Ende einen auch in dieser Höhe verdienten Sieg feiern. Feldkirch hat alles gegeben und stark gekämpft, aber ich bin sehr stolz und glücklich, dass wir wieder den Handball gezeigt haben, den wir spielen können. Damit haben wir uns auch Selbstvertrauen für das Halbfinale geholt. Jetzt wartet Atzgersdorf auf uns. Ich glaube schon, dass sie leicht favorisiert in das Halbfinale gehen, aber wir haben jetzt noch vier Tage Zeit, um uns gut vorzubereiten. Dann wollen wir Atzgersdorf einen harten Kampf liefern, unsere Leistung vielleicht noch einmal steigern und zeigen, was wirklich in uns steckt, um eine ohnehin schon gute Saison vielleicht noch zu veredeln.“



Union Korneuburg Damen - SSV Dornbirn Schoren

Korneuburg feiert gegen Dornbirn einen souveränen Saisonabschluss

Die Union Korneuburg Damen haben sich im letzten Spiel des Grunddurchgangs klar mit 34:19 gegen den SSV Dornbirn Schoren durchgesetzt und sich damit den fünften Tabellenplatz gesichert. Für Dornbirn war es zugleich der vorerst letzte Auftritt in der WHA MEISTERLIGA. Nach dem bereits feststehenden Abstieg wollten sich die Vorarlbergerinnen zumindest noch ordentlich aus der Saison verabschieden, konnten Korneuburg über weite Strecken aber nur phasenweise fordern.


Die Gastgeberinnen übernahmen früh die Kontrolle über die Partie und setzten sich nach einer ausgeglichenen Anfangsphase Schritt für Schritt ab. Vor allem Manuela Brunner war offensiv kaum zu stoppen und führte Korneuburg bereits bis zur Pause zu einer komfortablen 16:9-Führung.

Nach dem Seitenwechsel kämpfte sich Dornbirn zunächst noch etwas heran und verkürzte kurzzeitig auf fünf Tore. Wirklich spannend wurde das Spiel allerdings nicht mehr. Korneuburg zog danach wieder deutlich davon und machte den klaren Heimsieg frühzeitig fix. Damit beendet Korneuburg den Grunddurchgang mit einem Erfolgserlebnis auf Platz fünf. Dornbirn verabschiedet sich nach dem Abstieg mit einer weiteren Niederlage aus der Liga.

Überragende Spielerin der Partie war Manuela Brunner mit zwölf Treffern für Korneuburg. Ebenfalls stark präsentierte sich Ines Grandits mit acht Toren. Für Dornbirn erzielten Chiara Sieber und Rebecca Paul jeweils fünf Treffer.



Hypo Niederösterreich - GKL Krems - Langenlois

Hypo erledigt die Pflichtaufgabe gegen GKL souverän

Hypo Niederösterreich hat im letzten Spiel des Grunddurchgangs die gewünschte Reaktion auf die Niederlage gegen die MGA Fivers gezeigt und sich gegen GKL Krems - Langenlois klar mit 33:25 durchgesetzt. Die Serienmeisterinnen wollten nach dem Verlust der Tabellenführung schnell wieder zurück in die Spur finden und genau das gelang auch. Zwar hielt GKL in der Anfangsphase gut dagegen und schaffte beim 6:6 noch einmal den Ausgleich, danach übernahm Hypo allerdings immer mehr die Kontrolle über die Partie. Vor allem Claudia Wess und Nina Neidhart sorgten offensiv immer wieder für Gefahr. Bis zur Pause setzte sich Hypo auf 18:12 ab.


Direkt nach dem Seitenwechsel machten die Gastgeberinnen endgültig klar, dass an diesem Abend nichts anbrennen würde. Mit mehreren Treffern in Serie zog Hypo rasch auf 21:12 davon und kontrollierte die Partie in weiterer Folge souverän. GKL kämpfte sich zwar zwischenzeitlich noch etwas heran, wirklich spannend wurde es aber nicht mehr. Damit erledigte Hypo die eigene Aufgabe im Fernduell um die Tabellenspitze erfolgreich. Da Atzgersdorf parallel ebenfalls gewann, beendet Hypo den Grunddurchgang dennoch nicht auf Platz eins. Erstmals überhaupt beendet ein anderes Team als Hypo den Grunddurchgang an der Spitze der WHA MEISTERLIGA. Für GKL endet eine starke Premierensaison in der Liga trotz der Niederlage mit einem weiteren engagierten Auftritt gegen eines der Topteams. Beste Werferinnen der Partie waren Nina Neidhart mit sechs Treffern für Hypo sowie Paula Aschauer mit acht Toren für GKL Krems - Langenlois.


Ferenc Kovacs, Trainer Hypo Niederösterreich: „Langenlois hat über die gesamte Spielzeit hinweg sehr gut gekämpft. Wir konnten uns aber Schritt für Schritt Tor um Tor absetzen und am Ende einen klaren Sieg feiern.“



Union St. Pölten Frauen - MADx WAT Atzgersdorf

Atzgersdorf schreibt Geschichte und beendet den Grunddurchgang auf Platz eins

MADx WAT Atzgersdorf hat es tatsächlich geschafft: Die Wienerinnen gewinnen auswärts bei den Union St. Pölten Frauen klar mit 41:12 und beenden damit als erstes Team seit 1974 den Grunddurchgang der höchsten österreichischen Frauenliga auf Platz eins – ohne den Namen Hypo Niederösterreich zu tragen. Damit endet eine jahrzehntelange Dominanz der Serienmeisterinnen zumindest nach dem Grunddurchgang historisch. Hypo hatte in dieser Saison bereits drei Niederlagen hinnehmen müssen – etwas, das in dieser Form absolute Seltenheit ist. Nun nutzte Atzgersdorf diese Chance konsequent aus und krönte eine starke Saison mit dem ersten Platz nach 22 Runden.


Sportlich ließ Atzgersdorf in St. Pölten von Beginn an keine Zweifel aufkommen. Schon früh zogen die Wienerinnen auf 5:1 davon und bauten den Vorsprung kontinuierlich aus. Vor allem defensiv präsentierte sich Atzgersdorf enorm konsequent und ließ St. Pölten kaum zu klaren Chancen kommen. Bereits zur Pause war die Partie beim Stand von 21:4 praktisch entschieden. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Atzgersdorf klar tonangebend. Trotz mehrerer Ausfälle und eines dezimierten Kaders spielten die Wienerinnen die Partie souverän herunter und bauten den Vorsprung weiter aus. 


Für St. Pölten fiel die deutliche Niederlage nach dem bereits fixierten Klassenerhalt nicht mehr entscheidend ins Gewicht. Die Niederösterreicherinnen verabschieden sich dennoch mit einer klaren Heimniederlage aus dem Grunddurchgang. Beste Werferinnen der Partie waren Ines Mustedanagic mit sechs sowie Lilli Gschwentner und Julia Emma Etzenberger mit jeweils fünf Treffern für Atzgersdorf. Für St. Pölten erzielten Adrienn Zsigmond und Katrin Betz jeweils drei Tore.


Tom Zuzman, Union St. Pölten Frauen: „Wir hatten heute zum Saisonabschluss einen sehr starken Gegner. Das sind aber nicht die Spiele, die wir heuer unbedingt gewinnen mussten. Unser Ziel war der Klassenerhalt, und dafür haben wir die nötigen Punkte geholt. So weit ist die Mannschaft aktuell noch nicht, dass wir schon konstant gegen die Top-Teams bestehen können. Aber ich glaube, wenn wir weiter so hart an uns arbeiten, können wir in den nächsten Jahren vielleicht auch ganz oben angreifen.“


Martin Fachathaler, MADx WAT Atzgersdorf: „Das Spiel ist so verlaufen, wie wir es uns gewünscht haben. Das Tempo war hoch, die Abwehrleistung gut, und insgesamt war es eine wichtige Vorbereitung auf die kommenden Aufgaben. Jetzt hoffen wir, dass wir gegen Tulln bestehen können und den Schwung sowie die Motivation mitnehmen, um ins Finale einzuziehen. Danach werden wir sehen, was gegen Hypo möglich ist.“


 
 
 

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