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Die Kärntnerin vom SC witasek Ferlach Anna Kavalar im Interview

Hallo Anna wie geht es dir?
 
Du bist ein echtes Kärntner Urgestein in der österreichischen Handballwelt, wie bist du eigentlich zum Handball gekommen?

 

Hallo Vani, Mir geht es gut, danke der Nachfrage! „Urgestein“, da fühl ich mich gleich alt (lacht). Aber wenn ich darüber nachdenke, ist es ja doch schon 20 Jahre her, dass ich zum Handball gekommen bin. „Pepo Resei“ war damals der Obmann vom Handball Verein in Villach und hat am Gymnasium unterrichtet, auf das ich gegangen bin. Er hat dann in der zweiten Klasse ein Handball Turnier veranstaltet und so versucht die Kinder für das Handballspielen zu begeistern. Bei mir hat’s auf jeden Fall funktioniert ;)

 

Hast du jemals darüber nachgedacht, Kärnten für den Handball zu verlassen?

 

Nein, ehrlich gesagt nicht. So sehr ich diesen Sport liebe, für mich hatten Arbeit und meine Ausbildung immer Priorität.

 

Du bist Kapitänen der SC witasek Ferlach Damen, wie lebst du diese Rolle und was ist dir wichtig?

 Ich habe mir sagen lassen, dass du täglich 1,5h Fahrt auf dich nimmst, um Handball zu spielen. Das muss wahre Liebe sein, oder?

 

Ich finde es sehr schön, dass mir vor einigen Jahren die Kapitänsrolle anvertraut wurde. Ich gebe mir Mühe meine Mitspielerinnen zu motivieren und auch für gute Laune zu sorgen. Gute Stimmung im Team und ein respektvoller Umgang miteinander sind für mich sehr wichtige Faktoren, denn das wirkt sich immer auch auf die Spielqualität aus. Und wie du es bereits erwähnt hast: Ich sitze pro Training 1,5 Stunden im Auto – natürlich, weil ich den Sport liebe, aber das würde ich auch nicht machen, wenn die Dynamik im Team nicht passen würde!

 

Du stehst mit deiner Mannschaft im Moment auf Tabellenplatz zwei, hinter dem Serienmeister HYPO NÖ. Wo soll die Reise mit dem SCF hingehen?

 

Das Ziel für diese Saison ist ganz klar: Wir wollen ins Finale kommen! Das wird alles andere als leicht, wie wir auch schon in den letzten zwei Saisons spüren mussten, aber aller guten Dinge sind ja angeblich drei.

 

Wolfgang Buchbauer, Manager vom SC witasek Ferlach, sagt über dich: ,,Anna ist ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft! Sie hält abseits des Spielfeldes die Mannschaft zusammen und hat für alle ein offenes Ohr. Am Spielfeld ist sie eine absolute Leistungsträgerin sowohl im Angriff als auch in der Abwehr. Wir hoffen, Anna noch lange Teil unserer Mannschaft zu haben und können uns absolut nicht mehr erlauben, sie zu verlieren!“ 
Wie stolz macht dich das?

 

Es macht mich schon sehr stolz, dass der Aufwand wertgeschätzt wird und auch, dass ich trotz meines fortgeschrittenen Alters noch eine Leistungsträgerin bin (lacht).

 

Wie sieht dein Leben abseits der Sporthallen Österreichs aus?

 

Ich arbeite seit 13 Jahren bei Infineon Technologies in Villach und muss sagen, dass zwischen Arbeit und Training in den letzten Jahren nicht besonders viel Freizeit übrig geblieben ist. Mittlerweile habe ich aber tatsächlich die Trainingseinheiten etwas reduziert, um auch wieder Zeit für mich, für wichtige Menschen und für andere Hobbys zu haben. Außerdem nehme ich mir in diesem Jahr noch eine 3-monatige Auszeit von der Arbeit. In dieser Zeit werde ich ein bisschen die Welt bereisen, worauf ich mich schon sehr freue!

 

Gibt es sonst noch etwas Interessantes, das du mit der Handball-Community teilen möchtest?

 

Ich würde mich freuen, wenn Handball - speziell natürlich der Damen Handball – mehr Aufmerksamkeit bekommen würde. Daher will ich einfach mal dazu aufrufen, dass alle bereits Handball-Begeisterten Menschen immer wieder versuchen Freunde und Familie, speziell auch Kinder, zumindest als Zuschauer und im besten Fall als SpielerInnen in die Halle zu bringen. Der Sport braucht diese Werbung, denn zu viele Menschen wissen gar nicht, wie cool und spannend dieser Sport ist! ;)







Dieses Interview wurde von Vanessa Magg geführt.

 

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